
von
Angeführt wurden die Verliererbörsen von den halbleiterlastigen Handelsplätzen in Tokio und Seoul. Der Technologiesektor litt unter Zweifeln an der kurzfristigen Rentabilität von KI-Investitionen sowie der Nachricht, dass Apple Preiserhöhungen für einige Geräte angekündigt hatte, um die drastisch gestiegenen Kosten für Speicherchips weiterzugeben. Dies schürte Ängste vor einer nachlassenden Nachfrage im Privatkundengeschäft.
Hinzu kamen Befürchtungen mit Blick auf die wieder zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Ein mutmaßlich iranischer Drohnenangriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormuz stellt das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Kriegs und Wiederöffnung der Meerenge auf die Probe.
In Tokio rutschte der Nikkei 225 unter die 70.000er-Marke und schloss mit einem Minus von 4,2 Prozent bei 69.360 Punkten. Tags zuvor hatte der japanische Leitindex um 4,6 Prozent zugelegt und den höchsten Stand auf Schlusskursbasis verzeichnet. Die Aktie des Technologie-Schwergewichts Softbank brach um bis zu 14 Prozent ein.
Der Kospi rutschte zeitweise um bis zu 9 Prozent ab und verlor am Ende 5,8 Prozent auf 8.411 Punkte. Am Donnerstag war der südkoreanische Leitindex noch um 5,4 Prozent hochgeschnellt. Die Speicherchip-Giganten Samsung und SK Hynix büßten jeweils mehr als 8 Prozent an Wert ein.
Der Shanghai Composite fiel zuletzt um 2,3 Prozent auf 4.027 Punkte. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong sackte - belastet vor allem von Alibaba und Tencent- zuletzt um 1,8 Prozent auf 22.656 Punkte ab.
Eine positive Ausnahme bildete der australische ASX All Ordinaries, der am Freitag um 0,1 Prozent auf 8.964,20 Punkte stieg.