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Die Anleger warten weiter gespannt auf die Quartalszahlen des US-Chipriesen Micron, die nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Von ihnen erwarten sich Marktbeobachter Hinweise darauf, ob die Nachfrage für Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) noch hoch genug ist, um die Kursrally in diesem Bereich weiter anzutreiben. Im Vorfeld überwog die Vorsicht: Die Micron-Titel büßten am Dienstag gut 13 Prozent ein. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich ihr Wert aber immer noch mehr als verdreifacht.
Die KI-Blase sei die mit Abstand größte der Geschichte, warnte Paul Gambles, geschäftsführender Gesellschafter der MBMG Group, bei Bloomberg TV. Er glaube jedoch nicht, "dass die Märkte bereits das Handtuch geworfen haben".
Zudem verwies Marktanalyst Tim Waterer von KCM Trade darauf, dass die Tech-Branche eine solide Erfolgsbilanz bei der Erholung von Kursrückschlägen vorweisen könne. "Der Markt kommt oft zu dem Schluss, dass der Sektor selbst bei hohen Bewertungen nach wie vor einer der am besten positionierten Bereiche ist, um langfristig überdurchschnittliche Renditen zu erzielen", erklärte er.
Der südkoreanische Kospi machte mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 8.471 Punkte seinen zehnprozentigen Rückschlag zumindest teilweise wieder wett. Im bisherigen Jahresverlauf steht immer noch eine Kursverdoppelung zu Buche. Für Samsung ging es nach dem sehr schwachen Dienstag wieder deutlich bergauf. Einem Bericht zufolge könnte der Technologieriese einen Aktienrückkauf ankündigen.
In Tokio schloss der Nikkei 0,9 Prozent tiefer mit 69.175 Punkten. Der australische S&P ASX 200 ging 0,2 Prozent fester mit 8.808 Punkten aus dem Handel.
Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandbörsen stabilisierte sich mit einem Anstieg um 0,5 Prozent auf 4.943 Punkte. Für den Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong, der seit Wochen unter Druck steht, ging es um 0,3 Prozent hoch auf 23.412 Punkte.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL