
von
Damit setzt sich die entsprechende Entwicklung aus den vergangenen Jahren fort. 2022 waren gerade einmal sechs Prozent der Anträge aus dieser Altersgruppe gekommen, 2023 15 Prozent. Im Vorjahr war man bei knapp 34 Prozent angelangt.
Dies ist vor allem auf nachgeborene Kinder von Flüchtlingen zurückzuführen. Heuer kamen von den gesamt 4.168 Anträgen immerhin 1.500 aus dieser Gruppe. Insgesamt waren gut 49 Prozent der Antragsteller noch minderjährig. Im Vergleich dazu stammten nur 1,7 Prozent der Ansuchen von Personen, die älter als 65 sind.
Was die Geschlechterverteilung insgesamt angeht, sind Männer mit knapp 58 Prozent stärker repräsentiert. Hier war der Abstand aber schon einmal deutlich höher. So waren beispielsweise 2022 gleich 91 Prozent der Antragsteller männlich, 2023 auch noch 76 Prozent. Seither ist der Wert stabil bei knapp 60 Prozent Männern.
Die meisten Anträge kamen heuer von Syrern und Afghanen, jeweils etwas über 1.000. Afghanen haben dabei deutlich bessere Chancen auf Zuerkennung eines Asyltitels, der heuer bei Personen aus dem von den Taliban regierten Land in knapp 70 Prozent der Fälle erteilt wurde. Bei Syrern lag die Anerkennungsrate bei lediglich 31 Prozent. Dafür stellten sie bei Personen mit subsidiärem Schutz mit Abstand die zahlenmäßig stärkste Gruppe.
Das kritisierte am Samstag die FPÖ. Die Zahl der Asylanträge von Syrern und Afghanen würden die Aussagen von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) über "'Asylbremsen' und 'Abschiebeoffensiven'" als "Schall und Rauch" entlarven, ist der freiheitliche Sicherheitssprecher Gernot Darmann überzeugt.
Weiter entspannt hat sich die Situation in der Grundversorgung, wo die Zahl der Plätze seit Jahresbeginn um mehr als 5.700 zurückgegangen ist. Insgesamt ist die Zahl wegen der Belegung durch die Vertriebenen aus der Ukraine mit knapp 47.100 Grundversorgten aber noch immer relativ hoch.