Italien plant Ausstieg aus Bankenbeteiligungen

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Die italienische Regierung steht vor dem Ende ihrer direkten Beteiligung am Bankensektor. Finanzminister Giancarlo Giorgetti erklärte am Mittwoch, der Staat habe seine Rolle als Anteilseigner wichtiger Banken erfüllt. Damit deutete er den bevorstehenden Ausstieg aus der Beteiligung an der Großbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) an.

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"Ich bin zuversichtlich, dass dies die letzte Jahreshauptversammlung des Bankenverbands ABI ist, bei der die Regierung Anteilseigner einiger bedeutender Banken ist", sagte Giorgetti auf der Veranstaltung. Der Rückzug des Staates aus den Banken bedeute jedoch keinen Verzicht auf Kontrolle und Aufsicht, betonte Giorgetti. Die Regierung werde die Entwicklung des Bankensektors weiterhin aufmerksam verfolgen, insbesondere mit Blick auf Eigentümerstrukturen und laufende Zusammenschlüsse.

Der Minister nannte MPS nicht ausdrücklich, der Bezug gilt jedoch als eindeutig. Die traditionsreiche Bank aus Siena war 2017 nach schweren finanziellen Problemen mit staatlicher Unterstützung gerettet worden. Das italienische Finanzministerium wurde damals Mehrheitsaktionär. Inzwischen wurde der Anteil schrittweise über den Markt reduziert. Auch weitere staatliche Beteiligungen stehen vor einer Veräußerung. Dazu gehören die von der staatlichen Beteiligungsgesellschaft Mediocredito Centrale (MCC) kontrollierten Institute BdM Banca und Cassa di Risparmio di Orvieto.

Der Minister verwies zudem auf die verbesserte finanzielle Stabilität der italienischen Banken. Diese müssten ihre Stärke nutzen, um die Realwirtschaft zu unterstützen und das Wachstum des Landes voranzutreiben. Größere Institute könnten nach seiner Einschätzung Vorteile bieten, wenn sie dadurch international wettbewerbsfähiger würden und stärker in Technologie und Sicherheit investieren könnten.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Giorgetti dem Bereich der Fintechs. Italienische Banken müssten dort entschlossener investieren, um den Anschluss nicht an ausländische Wettbewerber zu verlieren. Digitale Finanzangebote könnten den Zugang zu Krediten erleichtern, gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass insbesondere jüngere Kunden und Teile der Vermögensverwaltung dauerhaft zu ausländischen Anbietern abwanderten. "Es wäre schade, wenn davon ausländische Banken profitieren würden", sagte der Minister.

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