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Er verwies darauf, dass Produktionsstätten in der Region teilweise beschädigt oder außer Betrieb gesetzt wurden und Reserven kleiner werden. Und der Preisdruck dürfte nochmals steigen, wenn fiskalpolitische Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise auslaufen, fügte er hinzu. "Wir sind entschlossen, die Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert", betonte Nagel. Für die nächste Zinssitzung im Juli halte sich der EZB-Rat alle Optionen offen.
Nagel hatte bereits vorige Woche erklärt, die Notenbank sei bereit, erneut zu handeln, falls dies nötig sei, um eine Ausbreitung des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisanstiegs zu stoppen. Die USA und der Iran haben sich mittlerweile auf ein Friedensabkommen geeinigt. US-Präsident Donald Trump erklärte seinerseits, er genehmige die "gebührenfreie" Öffnung der Straße von Hormuz sowie die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade.
Die EZB hatte am Donnerstag erstmals seit fast drei Jahren den Leitzins angehoben - von 2,0 auf 2,25 Prozent. Sie ist damit die erste große Zentralbank, die ihre Geldpolitik als Reaktion auf den Ölpreissprung verschärft. Die Inflation war zuvor über drei Prozent gestiegen und auch die Teuerung ohne Energiepreise lag deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent.