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Nissan hatte das Vorhaben im Jahr 2023 und Investitionen in Höhe von 1,23 Milliarden Euro in sein britisches Werk in Sunderland angekündigt. Die britische Regierung feierte es damals als einen Erfolg für die heimische Elektroauto-Industrie. Der Entwicklungsstopp spart zwar zunächst Geld, birgt jedoch das Risiko, dass Nissan in einem wichtigen Marktsegment den Anschluss an die Konkurrenz verliert. Sollte der Konzern die Pläne wieder aufnehmen, käme das Modell den Insidern zufolge wohl erst Anfang des kommenden Jahrzehnts auf den Markt. Der Qashqai ist für Nissan entscheidend und machte 2025 rund 45 Prozent des gesamten Absatzes in Europa aus.
Nissan selbst äußerte sich nicht direkt zu den Plänen für einen elektrischen Qashqai. Der Autobauer verwies jedoch auf die "erhebliche Volatilität" bei der Nachfrage und kündigte eine "ausgewogene" Elektrifizierungsstrategie an, die auch Hybrid-Modelle umfasst. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Neubewertung der Elektro-Strategie. So hatte Nissan bereits Pläne für zwei E-Modelle in seinem US-Werk in Mississippi gestoppt. Derzeit verhandelt der Autobauer mit der britischen Regierung über Finanzhilfen für das Werk in Sunderland, wo rund 6.000 Mitarbeiter beschäftigt sind.