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Gedämpft wurde die Inflationsentwicklung durch einen schwächeren Anstieg der Energiepreise. In den vorangegangenen Monaten hatten die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise die Inflation nach oben getrieben. Die anhaltend erhöhte Inflation könnte die US-Notenbank Federal Reserve in Zugzwang bringen. Sie muss laut Direktoriumsmitglied Christopher Waller die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, sollte die Teuerung weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed von zwei Prozent verharren.
Die sogenannte Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel sank ebenfalls im vergangenen Monat - und zwar auf 2,6 Prozent, nach 2,9 Prozent im Mai. Sie bildet den zugrunde liegenden Inflationstrend gut ab und wird daher von der Fed besonders stark beachtet. Die Zentralbanker hatten den Leitzins im Juni auf der ersten Sitzung unter Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert.