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Dann sollen es 195.000 Einheiten sein. "Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt", sagte Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister. "Der Iran-Krieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren."
Bis 2028 dürfte die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in Deutschland mit 210.000 Einheiten die Zahl von 2025 erstmals wieder leicht überschreiten, wie aus den Prognosen der Forschergruppe Euroconstruct hervorgeht, zu der das Ifo-Institut gehört. Dennoch bleibe das Niveau um etwa 17 Prozent unter dem Stand von 2024. "Zu den Gründen für die sehr langsame Erholung zählt auch die lange Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung, die sich seit Beginn dieses Jahrzehnts um etwa ein halbes Jahr auf 27 Monate vergrößert hat", sagte Dorffmeister.
Experten schätzen, dass in Deutschland rund 1,4 Millionen Wohnungen fehlen. Besonders angespannt ist die Lage in Großstädten. Die deutsche Bundesregierung will mit dem sogenannten Bauturbo gegensteuern. Damit wird es Kommunen erlaubt, schneller nachzuverdichten, aufzustocken, zu erweitern und umzunutzen. Zudem sollen Rekordmittel in den sozialen Wohnungsbau fließen. Auch sollen Baustandards gesenkt werden.
Für den europäischen Wohnungsbau rechnet die Expertengruppe mit einer moderaten Ausweitung der Bauaktivitäten bis 2028. Gemäß der Prognose klettert die Fertigstellungszahl in den Jahren 2026 und 2027 auf 1,44 beziehungsweise 1,51 Millionen Wohneinheiten. Für 2028 rechnen die Bauexperten mit einem Fertigstellungsvolumen von 1,57 Millionen Einheiten.
"In Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien dürften in den kommenden Jahren deutlich mehr Wohnungen fertig werden, während es für Deutschland und Italien allenfalls leicht nach oben geht", sagte Dorffmeister.