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"Künstliche Intelligenz ist in der deutschen Wirtschaft endgültig in der Breite angekommen", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Die Dynamik bei der Einführung ist hoch."
Besonders stark verbreitet ist KI in der Industrie. Dort nutzen bereits 58,7 Prozent der Betriebe KI-Anwendungen. Auch im Dienstleistungssektor ist der Einsatz mit 56,2 Prozent weit verbreitet. Im Handel hat sich die Nutzung ebenfalls deutlich auf nun rund 45 Prozent ausgeweitet. "Besonders dynamisch ist die Entwicklung im Bauhauptgewerbe", betonten die Ifo-Forscher. Innerhalb von drei Jahren stieg der Anteil der Firmen mit KI-Nutzung von 7,1 auf 39,8 Prozent.
Mit der Unternehmensgröße steigt auch die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz. So setzen Großunternehmen mit 67,2 Prozent die Technologie deutlich häufiger ein als kleine (51,2 Prozent) und mittlere Unternehmen (47,2 Prozent). Bei denen, die KI einsetzen, dominieren externe Anwendungen: Knapp drei Viertel nutzen kostenpflichtige Lösungen von Drittanbietern. Zudem greifen 48,4 Prozent auf kostenfreie KI-Anwendungen zurück. 22,5 Prozent nutzen nur kostenlose Systeme. "Eigene KI-Systeme entwickeln dagegen deutlich weniger Unternehmen", hieß es. Der Anteil liegt hier bei 18,7 Prozent.
Unternehmen nutzen KI bisher vor allem zur Unterstützung bestehender Arbeitsprozesse. Besonders häufig kommt KI in der Verwaltung, bei der Datenanalyse, beim Programmieren, im Schriftverkehr sowie zur Informationsrecherche zum Einsatz. Viele Unternehmen verwenden KI zudem für Aufgaben in Planung, Controlling oder Kundenkommunikation. In der Industrie gewinnt KI auch in produktionsnahen Bereichen wie Qualitätskontrolle, Produktionsplanung oder Wartung immer mehr an Bedeutung. "Die Unternehmen setzen KI vor allem dort ein, wo sie sich konkrete Effizienzgewinne versprechen", sagte Ifo-Experte Wohlrabe. "Besonders bei Routineaufgaben und der Verarbeitung großer Informationsmengen eröffnet KI neue Möglichkeiten."
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG