
von
Für die mehr als 3.000 weltweiten Nutzer von Manroland-Systemen solle die Versorgung mit Service und Ersatzteilen nahtlos sichergestellt werden. "Mit dieser Transaktion stellen wir sicher, dass das übernommene Geschäft von Manroland zuverlässig weiterbetrieben werden kann", erklärte Konzernchef Jürgen Otto.
Manroland Sheetfed hatte im März ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, die Produktion wurde zum 1. Juni eingestellt. Das Unternehmen gehörte seit der Insolvenz der Manroland AG 2012 der britischen Langley Holdings. Die Umsätze seien in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, die Verluste stetig gestiegen, erklärte Langley. Allein im vergangenen Jahr schrieb Manroland Sheetfed 43,2 Millionen Euro Verlust. Die ehemalige Schwestergesellschaft Manroland Goss, die Rollenoffsetmaschinen etwa für die Zeitungsproduktion herstellt, ist von der Pleite nicht betroffen.
Heidelberg erhalte durch die Übernahme direkten Zugang zu den Manroland-Kunden, hieß es in der Mitteilung. Dies eröffne Heidelberg die Möglichkeit, diesen auch eigene Produkte wie die Workflow-Software Prinect oder neue Drucksysteme anzubieten. Zudem sichere sich Heidelberg die Rechte an der Großformat-Druckmaschine Roland 900 und prüfe Optionen für deren Produktion und Weiterentwicklung.