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"Im Juni 2026 verlor der Preisauftrieb im österreichischen Großhandel leicht an Dynamik", hielt Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk fest. "Mit einem Plus von 5,4 Prozent lagen die Großhandelspreise dennoch weiterhin klar über dem Niveau des Vorjahres", fügte sie hinzu.
Die Indexentwicklung sei vor allem durch zuletzt gesunkene Preise für Heizöl und Treibstoff gedämpft worden. "Während diese Produkte einige Monate zuvor noch spürbare Preissteigerungen verzeichnet hatten und damit wesentlich zum allgemeinen Preisauftrieb beitrugen, verbilligten sie sich im Großhandel im Juni spürbar", so Lenk.
Preistreiber im Juni waren den Angaben zufolge vor allem Gummi und Kunststoffe in Primärformen mit einer Teuerung von 47,3 Prozent. Massiv gestiegen sind weiters die Preise für sonstige Mineralölerzeugnisse (plus 23,4 Prozent), Nicht-Eisen-Metalle (plus 19,5 Prozent), Altmaterial und Reststoffe (plus 18,5 Prozent), Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik (plus 16,3 Prozent) als auch für Motorenbenzin inklusive Diesel (plus 16,3 Prozent), sonstige Maschinen und Einrichtungen (plus 13,9 Prozent) sowie feste Brennstoffe (plus 11,3 Prozent).
Überdurchschnittlich verteuert haben sich zudem Eisen und Stahl (plus 9,4 Prozent), Uhren und Schmuck (plus 9,3 Prozent), Blumen und Pflanzen sowie Flachglas (um je plus 8,3 Prozent), technische Chemikalien (plus 7,5 Prozent) sowie Rohholz und Holzhalbwaren (plus 7,3 Prozent), Düngemittel und agrochemische Erzeugnisse (plus 6,7 Prozent), Bücher, Zeitungen und Zeitschriften (plus 6,4 Prozent), Anstrichmittel (plus 5,7 Prozent), Zucker, Süßwaren und Backwaren (plus 5,2 Prozent) sowie Tabakwaren und sonstige Baustoffe (jeweils plus 5,1 Prozent).
Wesentlich günstiger wurden indes lebende Tiere (minus 13,8 Prozent), Getreide, Saatgut und Futtermittel (minus 6,7 Prozent) sowie Kraftwagen (minus 4,6 Prozent). Weniger zu bezahlen war auch für Obst, Gemüse und Kartoffeln (minus 2,6 Prozent), Papier und Pappe (minus 1,3 Prozent) sowie Rundfunk, Fernseh-, Aufnahme- und Wiedergabegeräte (minus 1,0 Prozent).
STEYR - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER