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Bankchefin Ana Botín sieht das größte Geldhaus Spaniens damit auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Dies gilt auch für den geplanten Rückkauf eigener Aktien, für die Santander 6,9 Mrd. Euro ausgeben will. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe bereits einen Rückkauf von 1,8 Mrd. Euro genehmigt, bezogen auf die Halbjahreszahlen. Im laufenden Jahr will Botín den Gewinn der Bank über die 14,1 Mrd. aus dem Vorjahr hinaus steigern. Für 2028 hat sie sich mehr als 20 Mrd. vorgenommen. Dazu soll die im Februar angekündigte Übernahme der US-Bank Webster Financial für rund 12 Mrd. US-Dollar (10,5 Mrd. Euro) beitragen. Es ist die größte Übernahme einer US-Bank durch ein europäisches Geldhaus in der Geschichte.
Laut Botín will Santander auch weiterhin in profitable Wachstumsmöglichkeiten investieren. Ende April vollzog die Bank schon die Übernahme der britischen Bank TSB, die Santander im vergangenen Jahr für 2,65 Mrd. britische Pfund (3,1 Mrd Euro) eingeleitet hatte. Dadurch habe der Konzern mehr als vier Millionen Kunden gewonnen. In den vergangenen zwölf Monaten habe Santander die Kundenzahl um zwölf Mio. auf 182 Mio. gesteigert.
Im zweiten Quartal steigerte Santander die gesamten Erträge um neun Prozent auf 15,7 Mrd. Euro. Die Rückstellungen für drohende Kreditverluste fielen mit 3,35 Mrd. Euro 13 Prozent höher aus als vor einem Jahr.
Das Papier verlor kurz nach Handelsbeginn rund ein halbes Prozent auf 11,85 Euro und lag damit im Mittelfeld des Eurozonen-Index Euro-Stoxx-50. Branchenexpertin Miruna Chirea vom Analysehaus Jefferies sah in den Geschäftszahlen keinen Grund für Begeisterungsstürme. Zwar hätten sich die Zinseinnahmen gut entwickelt, doch die Abschreibungen und die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle seien höher ausgefallen als gedacht. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Santander-Aktie allerdings rund 18 Prozent gewonnen.