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"Wir geben dem Unternehmen bis Ende Oktober Zeit", ergänzte er, "sonst rollt eine gewaltige Maschinerie an, die einen Arbeitskampf bei VW vorbereitet." Das Management könne sich den 31. Dezember, wenn die Friedenspflicht endet und Streiks möglich sind, schon dick im Kalender anstreichen.
Der Volkswagen-Konzern steckt in der Krise, vor allem wegen des Absatzeinbruchs in China. Das Unternehmen will die Arbeitskosten senken, um wettbewerbsfähiger gegenüber der billigeren chinesischen Konkurrenz zu werden. Deshalb sollen insgesamt fast 100.000 Stellen in Deutschland wegfallen, vier Werke stehen infrage. Ende September hat VW zehn seiner zwölf Haustarifverträge mit der IG Metall gekündigt mit dem Ziel, das Tarifniveau über viele Stellschrauben abzusenken und die Personalkosten zu drücken. Forderungen dazu habe der Vorstand bisher nicht übermittelt, erklärte Betriebsratschefin Daniela Cavallo. Auch die Zusagen des Managements zu neuen Produkten für VW-Werke, die im Gegenzug zu einem milliardenschweren Verzicht der Belegschaft 2024 vereinbart worden waren, stünden nach wie vor aus. Die Stimmung in der Belegschaft sei deshalb schlecht. "Es gibt große Unruhe. Die Belegschaft empfindet das als Riesenaffront, das ist eine Kampfansage."
Die Verhandlungen über die Löhne, in die die IG Metall mit einer Forderung von fünf Prozent mehr Geld zieht, sollten am 24. November beginnen, erklärte Gröger. Das Unternehmen solle zügig an den Verhandlungstisch kommen, um über die Wiederherstellung tariflicher Standards zu verhandeln.