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Es handle sich um einen "historischen Schritt", fuhr Rodríguez fort. General Electric habe das venezolanische Energiesystem sechs Wochen lang sehr genau analysiert. Nach jahrelanger Vernachlässigung und einem Mangel an Investitionen in die Infrastruktur leiden weite Teile Venezuelas unter täglichen Stromausfällen, die bis zu zehn Stunden dauern können. Die Hauptstadt Caracas ist davon nicht ausgenommen.
2007 hatte der damalige Präsident Hugo Chávez das Stromnetz verstaatlicht. Derzeit verbraucht das Land nach Angaben des Oppositionspolitikers Ezio Angelini täglich 16 Prozent mehr Strom als die 12.000 Megawatt, die es produziert.
Im Jänner war Venezuelas linksnationalistischer Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas, den einige Experten als Bruch des Völkerrechts werten, gefangen genommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seine ehemalige Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde zur Übergangspräsidentin ernannt.
Rodríguez hatte sich zunächst im April zu Gesprächen mit General Electric getroffen. Ihre Regierung steht unter Druck von US-Präsident Donald Trump, die Wirtschaft und die Ressourcen des ölreichen Venezuelas für US-Unternehmen zu öffnen.