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Warsh sagte dies mit Blick auf die 6,8 Billionen Dollar umfassende Bilanzsumme der Fed. Er äußerte Skepsis gegenüber einer dauerhaft aufgeblähten Bilanz.
Die Bilanz könne allerdings in Krisenzeiten durchaus ausgeweitet werden, sagte er weiter. Wie die Zinspolitik sei sie ein Instrument der Geldpolitik. Es werde also darum gehen, mit Blick auf die Ausgestaltung der Bilanz eine geldpolitische Entscheidung zu treffen. "Ich bin sehr offen für Änderungen", sagte Warsh. Etwaige Reformen würden gründlich besprochen und transparent gemacht. Die Finanzmärkte hätten die Bilanz nun seit langer Zeit anwachsen sehen. Im Falle von Änderungen werde ihnen in jedem Fall genügend Zeit gegeben, sich anzupassen, betonte Warsh.
Er hatte bereits am Vortag bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus erklärt, dass Veränderungen nicht abrupt vorgenommen würden: "Wir haben fast 18 Jahre gebraucht, um in diese Bilanzsituation zu gelangen", sagte Warsh und fügte an: "Wir halten große Bestände an langfristigen Staatsanleihen und langfristigen hypothekenbesicherten Wertpapieren. Wir werden daran nicht von heute auf morgen etwas ändern können." Vor der Finanzkrise von 2008 hielt die Fed Anleihen im Wert von weniger als einer Billion Dollar – ausschließlich US-Staatsanleihen. Im Zuge der geldpolitischen Maßnahmen im Kampf gegen eine Rezession und später zur Stützung der US-Wirtschaft in der Corona-Krise wurde die Bilanz jedoch aufgebläht, die zwischenzeitlich sogar einen Umfang von rund neun Billionen Dollar erreichte.
WASHINGTON - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES/TASOS KATOPODIS