EZB: Inflationserwartungen der Firmen weitgehend unverändert

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Orientierungshilfe für Zinsentscheid
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Die Inflationserwartungen der Unternehmen im Euroraum sind laut einer EZB-Umfrage im Frühjahr weitgehend unverändert geblieben. Dies geht aus der am Montag veröffentlichten Befragung über den Zugang von Unternehmen im Euroraum zu Finanzmitteln (SAFE) für das zweite Quartal hervor. Im Mittel (Median) erwarten die mehr als 5.000 befragten Firmen wie bereits im ersten Quartal auf Sicht von einem und von drei Jahren jeweils eine Teuerungsrate von 3,0 Prozent.

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"Die Risikoeinschätzung hinsichtlich der Inflationserwartungen für den Fünfjahreshorizont blieb weitgehend unverändert. Mit 65 Prozent überwog der Anteil der Unternehmen, die Aufwärtsrisiken sahen", teilte die Europäische Zentralbank weiter mit.

Die Umfrage-Ergebnisse dienen der EZB als Orientierungshilfe für den Zinsentscheid am Donnerstag. Die Währungshüter hatten den Leitzins im Juni um einen Viertelpunkt auf 2,25 Prozent angehoben und könnten nach Einschätzung von Fachleuten nun pausieren. Mit einer Inflationsrate von zuletzt 2,8 Prozent verfehlen sie ihre Zielmarke von 2,0 Prozent deutlich. Viele Experten erwarten daher, dass der EZB-Rat um Präsidentin Christine Lagarde den Leitzins im September anheben könnte, falls die vom Nahost-Krieg und gestiegenen Energiekosten angefachte Inflation nicht schnell abebbt.

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten stellt die Firmen laut der EZB-Umfrage vor erhebliche Herausforderungen. Als wesentliche Strategien im Umgang mit den geopolitischen Spannungen nannten die Unternehmen die Suche nach alternativen Lieferanten sowie Investitionen in Energieeffizienz. Zudem berichteten 21 Prozent von einer Aufstockung ihrer Lagerbestände, während 15 Prozent Anpassungen bei Versicherungen oder der Handelsfinanzierung erwähnten. Demgegenüber gaben lediglich acht Prozent an, ihre Aktivitäten in betroffenen Exportmärkten zu reduzieren oder auszusetzen.

FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Boris Roessler

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