
von
Demnach könnte allein das Fördergeschäft (Upstream) den Gewinn um rund 1,6 Milliarden Dollar steigern. Im Raffineriegeschäft wird ein Plus von etwa 2,6 Milliarden Dollar durch sogenannte Timing-Effekte erwartet. Im ersten Quartal hatte Exxon wegen Absicherungsgeschäften im Zusammenhang mit physischen Lieferungen eine Belastung in Milliardenhöhe verbucht. Der Konzern hatte damals erklärt, dass sich diese Positionen auflösen und in den Folgequartalen zu Gewinnen führen würden.
Kriegsbedingte Störungen könnten den Gewinn im zweiten Quartal jedoch über alle Sparten hinweg um rund eine Milliarde Dollar schmälern, wie aus der Mitteilung weiter hervorging. Seine vollständigen Ergebnisse für das zweite Quartal will der Konzern am 31. Juli vorlegen.
Der Preis für die Referenzölsorte Brent lag im zweiten Quartal bei durchschnittlich 96,68 Dollar pro Barrel (159 Liter) und damit 23 Prozent höher als in den ersten drei Monaten des Jahres. Im April kletterte der Preis zeitweise auf 109,27 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 2022. Der im Februar begonnene Konflikt im Nahen Osten hatte die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt, über Monate hinweg praktisch lahmgelegt.
Analysten erwarten laut LSEG-Daten für das Quartal einen bereinigten Gewinn von 15,7 Milliarden Dollar. Angesichts der hohen Benzinpreise in den USA dürften die Zahlen für Aufsehen sorgen. US-Präsident Donald Trump hat die Ölkonzerne wiederholt gedrängt, mehr zur Senkung der Preise an den Zapfsäulen zu tun.