Evonik profitiert von Lieferengpässen in Asien

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Evonik hebt Prognose an
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Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber lassen die Kunden verstärkt zu Produkten des deutschen Spezialchemiekonzerns Evonik greifen. Dieser hebt nun aufgrund guter Geschäfte im zweiten Quartal seine Prognose an. Für die zweite Jahreshälfte sieht der Konzern aber weiter Unsicherheiten.

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Auf Basis vorläufiger Zahlen erwarte Evonik für das zweite Quartal einen bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) zwischen 600 und 650 Mio. Euro und liege damit im Mittel 23 Prozent über dem Vorjahreswert von 509 Mio. Euro, teilte der Konzern am Freitag mit. Noch Anfang Mai hatte Evonik für das zweite Quartal ein Ergebnis von mindestens 550 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Im Halbjahr werde der bereinigte operative Gewinn damit bei 1,1 Mrd. Euro liegen. Evonik hob deshalb den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an: Der Konzern erwartet nun ein bereinigtes EBITDA zwischen zwei und 2,2 Mrd. Euro nach 1,7 bis 2 Mrd. Euro zuvor.

"Ein EBITDA von 600 bis 650 Millionen Euro, das ist für Evonik in dieser Zeit ein gutes Quartalsergebnis", sagte der neue Finanzchef Michael Rauch: "Dabei müssen wir berücksichtigen, dass ein Teil dieses Gewinns auf Sondereffekten beruht, die nicht von Dauer sind." Evonik profitiere von Lieferengpässen asiatischer Wettbewerber, deren Versorgung mit Rohstoffen angesichts der Entwicklungen rund um den Iran-Krieg beeinträchtigt ist, hieß es weiter. "Diese vorteilhafte Situation dürfte sich im Jahresverlauf abschwächen, wenn sich der weltweite Schiffsverkehr nach der Öffnung der Straße von Hormuz normalisiert."

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