Eurozone: Industriestimmung sinkt weniger als erwartet

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Einkaufsmanagerindex fiel im Mai um 0,6 Punkte auf 51,6 Punkte
 © DPA, Arne Dedert, Apa
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Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Mai weniger eingetrübt als erwartet. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel um 0,6 Punkte auf 51,6 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung waren 51,4 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet. Belastet wird die Industrie durch die Auswirkungen des Iran-Kriegs.

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Der Stimmungsindikator lag aber trotz des Dämpfers weiter über der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität hin.

Wachstum unter Vorbehalt

"Obwohl die Hersteller im Euroraum im Mai zum vierten Mal in Folge ein Wachstum verzeichneten, zeigt der Sektor Anzeichen dafür, dass er unter der Last steigender Preise und Lieferengpässen leidet, die auf den Krieg im Nahen Osten zurückzuführen sind", kommentierte Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global. "Eine wichtige Entwicklung im Mai war ein erneuter Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise, der den stärksten monatlichen Anstieg der Unternehmenskosten seit vier Jahren zur Folge hatte."

In Deutschland gab der Indikator nach und liegt nur noch knapp über der Wachstumsschwelle. In Frankreich, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nach Deutschland, fiel der Stimmungsindikator kräftig. In beiden Ländern wurde der Wert aus der Erstschätzung etwas nach oben revidiert.

Ein gemischtes Bild zeigte auch die Entwicklung in weiteren wichtigen Ländern der Eurozone. In Italien verbesserte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen unerwartet mit einem Wert des Indikators klar über 50 Punkten. In Spanien hat sich die Stimmung hingegen überraschend eingetrübt, wobei der Wert über der Wachstumsschwelle bleibt. In Italien und Spanien wird keine Erstschätzung durchgeführt.

FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Arne Dedert

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