Europas Leitbörsen wenig bewegt, Euro-Stoxx-50 unverändert

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Klare Kursverluste vom Frühhandel eingedämmt
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Nach der jüngsten Eskalation im Nahost-Konflikt sorgten Entspannungssignale für ein Eindämmen der klaren Kursverluste an den europäischen Leitbörsen und die wichtigsten Indizes schlossen nur wenig verändert. Israel und Iran haben sich bereit erklärt, die jüngsten gegenseitigen Angriffe wieder einzustellen. US-Präsident Donald Trump hatte beide Länder kurz davor nach neuen, massiven, gegenseitigen Angriffen aufgefordert, diese sofort einzustellen.

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Am Montag schloss der Leitindex Euro-Stoxx-50 prozentuell unverändert auf 6.062,29 Punkten. Zu Handelsbeginn war das Börsenbarometer um bis zu 1,4 Prozent abgesackt. Der deutsche Leitindex DAX gab zum Sitzungsende 0,58 Prozent auf 24.616,22 Punkte nach. In London verbuchte der FTSE-100 ein leichtes Plus von 0,05 Prozent bei 10.373,20 Einheiten.

Zudem kamen die Rohölpreise klar von ihren Tageshochs zurück und dies wurde an den Aktienmärkten ebenfalls goutiert. Auch der Erholungsschub an der Wall Street nach den sehr starken Abschlägen vor allem im Technologiebereich am Freitag wirkte im Späthandel unterstützend. In einer Branchenbetrachtung in Europa zeigte sich der Technologiesektor als stärkster Bereich. Hier gewannen etwa STMicroelectronics vier Prozent an Kurswert. Beim Schwergewicht ASML ging es 3,6 Prozent hoch.

Die deutlichsten Abschläge gab es im Chemiesektor zu sehen. Die Papiere von Air Liquide sackten um fast zehn Prozent ab. Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs hatte einige Branchenaktien abgestuft, da sie einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche befürchtet.

Unter den Einzelwerten sorgten zudem Übernahmepläne für Bewegung. So geht die Fusionswelle unter Italiens Banken weiter: Die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo will ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena übernehmen. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an, die vor neun Jahren vom italienischen Staat vor dem Untergang gerettet worden war.

An der Börse in Mailand zogen die Aktien von Banca Monte dei Paschi di Siena um 13 Prozent an. Dagegen büßten die von Intesa Sanpaolo 1,4 Prozent ein. Für die Anteilsscheine von Banco BPM ging es um 0,8 Prozent hoch.

In London schnellten die Aktien von Tate & Lyle um fast 15 Prozent auf 564 Pence in die Höhe. Der US-Rivale Ingredion will den britischen Spezialzutatenhersteller übernehmen. Das in Westchester im US-Bundesstaat Illinois ansässige Unternehmen bietet insgesamt 615 Pence je Aktie. Die Anteile von Tate & Lyle liegen damit deutlich unter dem von Ingredion angebotenen Preis. Analysten führten dies auf Sorgen mit Blick auf die wettbewerbsrechtliche Genehmigung des Angebots zurück.

Die zinssensiblen Immobilienwerte wurden aufgrund der zunehmenden Zinsangst gemieden. So verbuchten die Aktien von Vonovia Kursabschläge von 2,4 Prozent.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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