Europas Leitbörsen überwiegend tiefer, Euro-Stoxx-50 -0,2 %

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Die wichtigsten europäischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich tiefer geschlossen. Nach einem überwiegend freundlichen Verlauf drehte die Stimmung im späten Handel zum Ungunsten einiger Aktien mit KI-Bezug. Auch in New York kamen Technologiewerte nach einem positiven Start im weiteren Verlauf spürbar unter Druck.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor letztlich 0,21 Prozent auf 6.049,74 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,74 Prozent schwächer bei 24.433,06 Zählern. In London fiel der FTSE-100 um 1,41 Prozent auf 10.227,33 Einheiten. An anderen Börsen, wie etwa in Zürich, Paris und Amsterdam, waren dagegen moderate Gewinne zu sehen.

Tendenziell gestützt wurden die Aktienmärkte dagegen von gesunkenen Ölpreisen. Nachdem der Iran und Israel ihre wechselseitigen Angriffe am Montag beendet haben, entspannte sich auch die Lage am Ölmarkt. "Zwischen Krisenrauschen, geldpolitischen Fragezeichen und der KI-Euphorie als strukturellem Wachstumstreiber fehlt Anlegern derzeit ein verlässliches Navigationssignal. Ohne klare Leitplanken bleibt das Marktumfeld schwer navigierbar", kommentierte Marktexperte Timo Emden die Lage.

Bei vielen Halbleiterwerten sowie anderen Aktien, die zu den Profiteuren Künstlicher Intelligenz (KI) gezählt werden, scheiterte ein Erholungsversuch mit Beginn des Handel in New York. Infineon gaben anfängliche Erholungsgewinne ab und schlossen 3,3 Prozent tiefer. Siemens Energy rutschten um 5,9 Prozent ans untere Ende des Euro-Stoxx.

GSK verloren 0,5 Prozent. Der britische Pharmakonzern baut sein Onkologiegeschäft mit der milliardenschweren Übernahme des US-Biotechunternehmens Nuvalent weiter aus. Der gesamte Wert der Transaktion beläuft sich auf rund 10,6 Milliarden Dollar (9,2 Mrd Euro). Nach Ansicht der Analysten der Investmentplattform Hargreaves Lansdown stärke GSK mit dem Zukauf seine Stellung im Bereich zielgerichteter Krebstherapien und erweitert zugleich seine Wirkstoffpipeline. Das Kaufangebot signalisiere mit einer Prämie von 40 Prozent anhaltende Zuversicht, Übernahmen als Möglichkeit zu verstärktem Wachstum zu nutzen.

Die Papiere des schweizerischen Duft- und Aromastoffherstellers Givaudan legten dagegen um 7,5 Prozent auf 3.147 Franken zu. Deutsche Bank Research hat das Kursziel für die Titel von 3.000 auf 3.300 Franken angehoben und die Aktien von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Die Nachfrage bleibe solide, schrieb Analystin Virginie Boucher-Ferte. Am optimistischsten ist die Expertin für Givaudan und Croda, wo sie besonders deutlich vom Ergebniskonsens für das zweite Quartal abweicht.

Auch die Aktien von Symrise trieb Analystenlob kräftig an. Mit plus 7,2 Prozent waren sie der klare Top-Wert im DAX. JPMorgan-Analyst Edward Hockin blickt optimistisch auf die Ende Juli anstehenden Zahlen zum zweiten Quartal. Er rechnet mit einer Belebung des organischen Umsatzwachstums auf drei Prozent. Der Hersteller von Aromen und Duftstoffen profitiere von einer günstigeren Vergleichsbasis und einer soliden Entwicklung in den Geschäften rund um Parfüm sowie Lebensmittel und Getränke.

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