Europas Leitbörsen tendieren ohne gemeinsame Richtung

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 © APA/APA/DPA/ARNE DEDERT
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Europas Leitbörsen haben am Dienstagvormittag keine gemeinsame Richtung gezeigt. Eine deutliche Schwäche von KI-Werten in Asien drückt anfänglich nur geringfügig auf die Stimmung der europäischen Anleger. Der Euro-Stoxx-50 verlor knappe 0,18 Prozent auf 6.386,27 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,19 Prozent niedriger bei 25.768,39 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,32 Prozent auf 10.686,25 Einheiten.

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In Asien war der südkoreanische Kospi, zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally geworden, zeitweise um 8 Prozent abgesackt. Zuletzt stand ein Minus von knapp 5 Prozent zu Buche, vor allem ausgelöst durch einen Kursrutsch der Samsung-Aktie nach Eckzahlen zum zweiten Quartal. Zwar sei das Zahlenwerk auf den ersten Blick hervorragend, doch die Aktie bereits so hoch bewertet, dass bereits alle erdenklich positiven Erwartungen eingepreist gewesen seien, erklärte Marktbeobachter Stephen Innes. Der "erste KI-Stresstest" sei damit fehlgeschlagen.

Hinzu komme, dass die US-Bank Morgan Stanley einen Wandel im KI-Markt sieht: weg von Chips und hin zu Hyperscalern, ergänzte er. Das leicht verdiente Geld mit wachstumsgetriebenen Chip- und Speicheraktien dürfte zunehmend einer breiteren zyklischen Rotation weichen, die durch den Iran-Krieg unterbrochen worden sei. Nun aber fielen die Ölpreise wieder und die Zinsen stabilisierten sich.

Die Papiere des Chipherstellers Infineon spüren bereits den Stimmungsumschwung, die als eine der DAX-Schlusslichter um 3,9 Prozent nachgab. Auch Elmos Aixtron Suss Microtec oder Siltronic büßten spürbar ein mit Verlusten zwischen 3,7 und 7,5 Prozent.

Außerhalb der KI-Welt gewannen heute die Papiere der Stahlkonzerns ArcelorMittal 0,67 Prozent auf 57,36 Euro. Deutsche Bank Research hat heute das Kursziel von 57 auf 61 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das operative Ergebnis (Ebitda) dürfte sich zum ersten Jahresviertel verbessert haben, schrieb Bastian Synagowitz in seinem am Dienstag vorliegenden Ausblick auf den Quartalsbericht. Er nahm geringfügige Anpassungen an seinem Bewertungsmodell für den Stahlkonzern vor und liegt in puncto Ebitda sowie Liquidität über den durchschnittlichen Markterwartungen.

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