Europas Leitbörsen starten gut - Euro-Stoxx-50 + 0,17 %

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Börsen mit leichtem Rückenwind
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Europas wichtigste Börsen tendieren im Frühhandel wegen etwas Entspannung im Nahen Osten durchwegs mit Zuschlägen. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,26 Prozent auf 6.298,37 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,40 Prozent stärker bei 25.486,99 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,22 Prozent auf 10.804,86 Einheiten.

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Nach dem starken Rücksetzer der Preise für Rohöl und Gas am Vortag gaben diese weiter nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel auf rund 86 US-Dollar. In der vergangenen Woche hatte Brent in der Spitze noch über der Marke von 100 Dollar notiert. Grund ist eine etwas entspanntere Lage im Krieg zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat sich nämlich einmal mehr zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung geäußert. Trump sprach von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran - das allerdings direkte Gespräche weiterhin dementierte.

Aktien mit KI-Bezug hatten am Vortag im US-Handel sowie nun am Dienstag in Japan und Südkorea teils deutlich unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten gelitten und die Leitindizes in Tokio und Seoul belastet. Im Gegensatz dazu halte sich der Dax noch relativ stabil - der fehlenden Technologiedominanz sei ein weiteres Mal Dank, schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Die Saison der Quartalsbilanzen kommt weiter in Fahrt. Mercedes kappte nach einem schwachen Quartal zwar die Umsatzprognose, das Pkw-Margenziel steht aber. Händler und Analysten waren zufrieden, die Anteile gewannen 4,7 Prozent. Hinter Mercedes legten im Dax auch andere Sektorwerte wie BMW und Volkswagen sowie Daimler Truck um bis zu 3 Prozent zu.

Beiersdorf und Henkel zogen infolge starker Quartalszahlen des britischen Konsumgüterherstellers Unilever um 1,4 beziehungsweise 0,9 Prozent an.

Die britische Großbank Barclays sieht sich nach einem weiteren Gewinnsprung auf Kurs zu ihren Zielen für das laufende Jahr. Die gesamten Erträge sollen mit 31,5 Milliarden britischen Pfund (36,83 Mrd. Euro) sogar noch eine halbe Milliarde höher ausfallen als bisher gedacht, sagte Bankchef C. S. Venkatakrishnan bei der Vorlage der Zwischenbilanz am Dienstag in London. Die Barclays-Aktie gab in London 5,4 Prozent nach.

Der Medizintechnikkonzern Philips hat seine Renditeziele für das laufende Jahr wegen der Rückzahlung von US-Zöllen angehoben. Die bereinigte Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) soll nun 13,5 bis 14,0 Prozent erreichen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Philips-Papiere bleiben aber mit minus 10,6 Prozent weiter unter Druck.

Eine schwächere Nachfrage hat dem französischen Luxuskonzern LVMH im ersten Halbjahr einen Erlös- und Gewinnrückgang eingebrockt. So sank der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres um drei Prozent auf 38,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Paris mitteilte. LVMH gaben 0,6 Prozent ab.

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