Europas Leitbörsen schließen schwächer, Euro-Stoxx-50 -0,9 %

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++ ARCHIVBILD ++ Nahost-Sorgen und Androhung neuer US-Zölle bremsen Kurse
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Wachsende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, steigende Ölpreise und neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch belastet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,89 Prozent auf 6.053,57 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 1,31 Prozent schwächer bei 24.796,21 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,40 Prozent auf 10.332,30 Einheiten.

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Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Zudem hatten die USA 60 Volkswirtschaften neue Zölle angedroht, weil diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Großbritannien und die Schweiz sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.

Am Ende des Feldes lagen die Finanzdienstleister. Stark unter Druck standen dabei Aktien der Partners Group mit gut 16 Prozent Abschlag. Das Schweizer Unternehmen hatte die Rücknahme bei dem Private Equity Fonds "Global Value SICAV" eingeschränkt. Der Schritt erfolgte nach einem Anstieg der Rücknahme-Anträge bei dem Fonds, in den zu einem größeren Teil private Anleger investiert sind.

Die Analysten von Baader sprachen von einem für die gesamte Branche wichtigen Signal. Zuletzt habe das Geschäft offensichtlich von Investoren mit "weichen Knien" profitiert. Es dürfte für die Unternehmen in Zukunft schwieriger werden, neue Zuflüsse zu generieren.

Einen Kurseinbruch erlitten Akzo Nobel. Nippon Paint Holdings und Sherwin-Williams wollen den niederländischen Lack- und Farbenhersteller nicht mehr übernehmen. Der Kurs sackte um 17 Prozent ab.

Stärkster Sektor nach den Ölaktien waren die Einzelhandelswerte, unter denen Inditex mit 1,5 Prozent Aufschlag gesucht waren. Die Zara-Eigentümerin hatte im ersten Geschäftsquartal der verhaltenen Konsumlaune getrotzt und Umsatz und Gewinn gesteigert. Auch das laufende Geschäft gestaltet sich solide. Die Frühjahrs- und Sommerkollektionen seien von den Kunden gut angenommen worden, so der Konzern.

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