Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

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++ ARCHIVBILD ++ Energiewerte gesucht, Aktien der Reisebranche unter Druck
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Europas wichtigste Börsen haben sich am Montag ohne klare Richtung gezeigt. Belastet wurde die Börsenstimmung weiter von Ängsten vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs und damit auch steigenden Ölpreisen. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem kleinen Minus von 0,06 Prozent und 6.227,40 Punkten. Der deutsche DAX befestigte sich leicht um 0,06 Prozent auf 24.846,69 Zähler. Der britische FTSE fiel um 0,71 Prozent auf 10.524,76 Punkte.

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Die Streitkräfte der USA und des Iran attackieren sich weiter gegenseitig, sodass die Sorge vor einem noch umfassenderen Konflikt wächst. Der mit dem Krieg einhergehende Ölpreisanstieg schürt weiterhin Inflationssorgen. Der Preis für die Referenzölsorte Brent stieg zum Wochenstart zeitweise auf den höchsten Stand seit Juni, kam dann aber wieder etwas zurück, nachdem es Signale für eine mögliche Verhandlungslösung gab.

Der Iran erhielt angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Die USA seien weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit, betonte US-Außenminister Marco Rubio.

Gute Nachfrage gab es am Montag in Aktien der Energiebranche. Titel des Stromerzeugers RWE waren mit einem Plus von 3,6 Prozent die Tagesgewinner im DAX. Stark gesucht waren nach einer Kurszielerhöhung auch Siemens Energy und stiegen um 3,7 Prozent auf 152,64 Euro. Die Analysten der UBS haben ihr Kursziel für den Energietechnikkonzern von 175 auf 210 Euro angehoben.

Schwach zeigten sich Reise- und Freizeitwerte. Aktien der Branche litten unter den Ölpreisanstiegen, aber auch unter schlecht aufgenommenen Quartalszahlen von Ryanair. TUI und der Lufthansa verloren 1,6 bzw. 1,8 Prozent. Ryanair büßten nach Meldung ihrer Zahlen 4,6 Prozent ein.

Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs sorgte beim irischen Billigflieger für einen noch stärkeren Gewinneinbruch als am Markt bereits befürchtet. Um die verunsicherte Kundschaft zu ködern, hätten die Iren ihre Tickets zudem günstiger verkauft, als er erwartet habe, schrieb Analyst Conor Dwyer von der US-Bank Citigroup.

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