Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

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Iran-Konflikt weiter im Fokus
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Europas wichtigste Börsen haben am Donnerstag ohne klare Richtung geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem kleinen Plus von 0,29 Prozent und 6.283,61 Punkten. Der deutsche DAX ermäßigte sich um 0,34 Prozent auf 24.915,49 Punkte. Der britische FTSE legte 0,54 Prozent auf 10.572,24 Punkte zu.

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Für Unsicherheit an den Börsen sorgte weiter die Lage im Nahen Osten. Nach neuen Angriffen und Drohungen der USA gegen den Iran ließ die Führung in Teheran die Tür für weitere Verhandlungen zwar offen, beanspruchte jedoch die Kontrolle über die Straße von Hormuz. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass der Iran laut informierten Kreisen Unterstützung von der jemenitischen Huthi-Bewegung erbeten habe. Diese solle die wichtige Ölroute sperren, falls die USA tatsächlich Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur starten.

Technologiewerte und hier vor allem Halbleiter-Aktien litten zudem unter Gewinnmitnahmen. So waren Infineon-Aktien mit einem Minus von 3,9 Prozent die Tagesverlierer im Euro-Stoxx-50. Einige Anleger dürften Sorge haben, ob sich die hohen Investitionen der Unternehmen in KI-Technologie auch in entsprechenden Gewinnen niederschlagen werden. Auch zuletzt gute Zahlen aus dem Sektor halfen zuletzt nicht. Nachdem am Vortag bereits der niederländische Halbleiterkonzern ASML gute Ergebnisse präsentiert hat, legte am Donnerstag der taiwanesischen Chipkonzern TSMC überraschend gute Zahlen vor.

Mit Spannung verfolgt wird auch die gerade anlaufende Ergebnisberichtssaison. Am Donnerstag verloren die Aktien von ABB nach Meldung von Zahlen 5,9 Prozent. Die Ergebnisse zum zweiten Quartal hatten zwar insbesondere beim Auftragseingang die Erwartungen übertroffen. Allerdings belastete die gleichzeitig angekündigte Übernahme der britischen Rotork. Der Schweizer Industriekonzern bietet rund 5,5 Mrd. Dollar für den Automatisierungsspezialisten, was die Experten der ZKB als "stolz" bezeichneten. Dies spiegelte sich auch im Kurs von Rotork wider. Dieser schnellte um knapp 67 Prozent nach oben.

Verhaltener war die Reaktion der Aktien von Nordea auf die Zahlen zum zweiten Quartal. Die Analysten von Barclays hatten an diesen zwar nichts auszusetzen, fanden aber auch keine großen Neuigkeiten. Die Aktie schloss nach anfänglich stärkeren Abgaben 0,6 Prozent im Plus.

Die nun offiziell vorliegende Übernahmeofferte von Uber gab Delivery Hero kaum Impulse: Mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 38,20 Euro blieben die Titel des Essenslieferdienstes deutlich unter den vom US-Fahrdienstvermittler gebotenen 41,50 Euro je Aktie. Analysten zufolge begrenzen die zu erwartende, langwierige Prüfung der Wettbewerbsbehörden sowie die fehlende Fantasie für Gegengebote das weitere Kurspotenzial. Seit Jahresbeginn haben die Aktien bereits um 69 Prozent zugelegt.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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