Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

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Unsicherheit wegen Nahost-Konflikt und Warten auf Quartalsergebnisse
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Europas wichtigste Börsen habe am Mittwoch ohne klare Richtung geschlossen. Überraschend gut ausgefallene US-Konjunkturindikatoren wirkten sich nicht merklich aus. Für Unsicherheit sorgte weiter die angespannte geopolitische Lage und der Iran-Krieg. Viele Anleger dürften auch die anstehenden US-Quartalsergebnisse abwarten. Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem kleinen Minus von 0,23 Prozent bei 6.265,58 Punkten.

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Der deutsche DAX fiel etwas stärker um 0,59 Prozent auf 24.999,53 Zähler. Der britische FTSE ermäßigte sich um 0,13 Prozent auf 10.515,92 Punkte. Kleine Pluszeichen gab es hingegen an den Börsen in Paris und Zürich.

Geopolitisch bleiben die Spannungen in Nahost im Anlegerfokus, zumal die Ölpreise wieder stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht hatte. Kommende Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch", sagte er dem US-Sender Fox News. Irans Streitkräfte feuerten als Vergeltung auf die nächtlichen US-Angriffe wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in der Golfregion und Jordanien.

Für Zurückhaltung dürfte auch die gerade angelaufene Berichtssaison der Unternehmen sorgen. "Mit den ersten Quartalszahlen der großen US-Banken hat die Berichtssaison begonnen - und die Messlatte liegt extrem hoch", sagte der Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Die Banken liefern teilweise geradezu absurde Gewinne und setzen die Erwartungen für die gesamte Berichtssaison auf ein neues Niveau."

Die am Mittwoch gemeldeten US-Wirtschaftsdaten waren zwar überraschend gut ausgefallen, wirkten sich aber nicht merklich im Aktienhandel aus. Die US-Erzeugerpreise sind im Juni gegenüber dem Vormonat überraschend um 0,3 Prozent gesunken. Zudem hat sich auch der von der New Yorker Notenbank ermittelte Index der Industriestimmung im Großraum New York überraschend stark aufgehellt.

Für Impulse sorgten hingegen einige in Europa gemeldete Unternehmensergebnisse. So stiegen die Aktien von Richemont nach guten Zahlen des Luxusgüterkonzerns um 6,7 Prozent. Der Schweizer Konzern steigerte im ersten Quartal den Umsatz kräftig und übertraf damit die Erwartungen. Großer Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor die Produkte aus den Schmuckhäusern Cartier und Van Cleef & Arpels.

DocMorris gewannen nach Zahlen 2,7 Prozent und markierten damit neue Jahreshochs. Die Versand-Apotheke hatte mit einem starken Wachstum im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten die Erwartungen übertroffen. Analysten sehen das Unternehmen nun auf Kurs, operativ die Gewinnschwelle zu erreichen.

Beim Chemieriesen BASF sorgte die Zahlenvorlage nur kurz für einen Sprung in positives Terrain. Dann drehten die Aktien wieder ab und verloren schlussendlich 3 Prozent. Die Anhebung des Jahresausblicks für den operativen Gewinn überraschte nur bedingt. Außerdem sorgte die beibehaltene Prognose für den freien Barmittelfluss für eine Enttäuschung. Dies impliziert aus Sicht von Bernstein-Analyst James Hooper, dass höhere Rohstoffkosten die Profitabilität im Zaum halten dürften. Im Sog von BASF waren auch andere Chemietitel schwach.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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