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Der Euro-Stoxx-50 gewann 1,55 Prozent auf 6.328,09 Punkte. Für das erste Halbjahr verzeichnete der Eurozonen-Leitindex dank eines starken zweiten Quartals ein solides Plus von gut neun Prozent.
Für die gute Entwicklung mitverantwortlich waren nicht zuletzt die Technologiewerte, die angesichts bestehender KI-Euphorie ihr bestes Quartal seit einem knappen Vierteljahrhundert hinter sich haben. Der Subindex Stoxx Europe 600 Technology stieg in den Monaten April bis Juni um gut 34 Prozent; eine bessere Quartalsbilanz hatte er zuletzt Ende 2001. Damals war er in einer Erholungsrally nach der Dotcom-Blase um etwa die Hälfte gewachsen.
In Frankfurt schloss der DAX am Dienstag um 1,50 Prozent fester bei 24.995,81 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,12 Prozent auf 10.497,12 Einheiten.
Impulse gab es auch von den fallenden Ölpreisen. "Die Angst vor einem dramatischen Engpass schwindet, und das kurzfristige Angebot durch aufgestaute Tanker im Persischen Golf ist so groß, dass einige Raffinerien es nicht mehr aufnehmen können", merkte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank dazu an.
Technologiewerte schlossen ihr starkes Quartal angemessen ab. Sie profitierten von den Gewinnen der US-Halbleiterwerte und den asiatischen Titeln aus diesem Segment. So legten ASML um 6,8 Prozent zu. Auch andere Werte der Branche wie Infineon und STMicro waren gefragt. Zudem legten Siemens Energy nach positiven Aussagen des Elektrokonzerns zum jüngsten Geschäftsverlauf um 5,6 Prozent zu.
Am Ende des Feldes bewegten dagegen die Luxuswerte. Kering fielen um 6,9 Prozent, nachdem Oddo BHF das Kursziel gesenkt hatte. Die Aktie beendete damit die jüngste Erholungsbewegung. Auch LVMH schwächelten.