Europas Leitbörsen schließen etwas höher, Euro-Stoxx +0,1 %

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Berichtssaison setzt Akzente
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Europas Aktienmärkte haben am Dienstag überwiegend moderat zugelegt. Fallende Ölpreise lieferten etwas Unterstützung, während die Anleger die jüngsten Veröffentlichungen der Berichtssaison einordneten. Vor wichtigen Quartalszahlen in den USA blieb die Zurückhaltung jedoch spürbar, während die Berichtssaison auch in Europa bei einigen Einzelwerten für deutliche Kursausschläge sorgte.

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Im Euro-Stoxx-50 etwa standen deutlichen Kursverlusten bei Halbleiter- und KI-Aktien klare Gewinne in den Bereichen Industrie und Software gegenüber. Alles in allem gewann der Eurozonen-Leitindex damit 0,12 Prozent auf 6.289,51 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,41 Prozent fester bei 25.464,01 Zählern. Eindeutiger war das Bild außerhalb der Eurozone. In London stieg der FTSE-100 um 0,83 Prozent auf 10.871,02 Einheiten und der SMI in Zürich um 1,04 Prozent.

In den kommenden Tagen legen mit Microsoft, Meta, Apple und Amazon unter anderem vier wichtige Tech-Konzerne ihre Quartalszahlen vor. "Nach den ersten Rissen im KI-Boom dürften genau diese Zahlen den Takt für die Börsen in den kommenden Tagen und Wochen vorgeben", betonte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.

Gebremst wurde der Markt auch von der US-Notenbanksitzung. "Derzeit gibt es einige Spekulationen, dass die US-Notenbank prophylaktisch die Leitzinsen anheben könnte, um die robuste Situation der US-Wirtschaft und dem US-Arbeitsmarkt mit Blick auf die zuletzt dynamisierte Preisentwicklungen nutzen zu können", merkte Marktstratege Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets an.

Während die Öl- und Gasbranche weiter korrigierte, setzten in den übrigen Branchen neue Zahlen Akzente. So profitierten die Nahrungsmittelwerte von den Kursgewinnen von Unilever. Die Aktie sprang dank einer überraschend starken Umsatzentwicklung im zweiten Quartal um gut acht Prozent nach oben.

Ähnlich stark präsentierten sich die Autowerte. "Die Investoren fokussieren sich auf eine mögliche Aufhellung im Automotivsektor und kaufen bevorzugt die Aktien von Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW", stellte Lipkow fest. Zahlen von Mercedes, die um 2,9 Prozent zulegten, gaben der Branche einen Schub.

Baustoffwerte profitierten von überraschend starken Zahlen aus der Schweiz. Die Aktien des Bauzulieferers Sika wurden für starke Halbjahreszahlen mit einem Plus von über 9,8 Prozent belohnt.

Unter den Industriewerten überzeugten Safran. Der Triebwerksbauer und Luftfahrt-Zulieferer hatte nach guten Geschäften mit Turbinen und Ersatzteilen seine Erwartungen für 2026 erhöht. Die Aktie gewann 2,9 Prozent.

Andere französische Standardwerte präsentierten sich dagegen nicht ganz so stark. Aktien von Air Liquide verloren trotz solider Zahlen zwei Prozent. Die Analysten von JPMorgan sprachen von Gewinnmitnahmen angesichts der starken Entwicklung des Wertes.

Aktien von Philips fielen um 4,8 Prozent. Analysten verwiesen auf den enttäuschenden Auftragseingang der Niederländer.

Halbleiterwerte und andere Aktien mit KI-Bezug litten inzwischen wieder einmal unter der internationalen Welle an Gewinnmitnahmen. Im Euro-Stoxx schlossen ASML, Infineon und Siemens Energy mit Abgaben von bis zu sieben Prozent ganz unten.

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