Europas Leitbörsen notieren zu Mittag wenig verändert

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Schnäppchenjäger heben DAX zurück über die Marke von 25.000 Punkten
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Der nach wie vor zugespitzte Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an Europas Börsen am Montag nicht sonderlich verunsichert. "Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios", erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Gelassenheit an den Aktienmärkten. Allerdings ziehe der Ölpreis wieder an, was neue Angst vor einer nächsten Inflationswelle schüren könne.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 zeigte sich gegen Mittag mit plus 0,1 Prozent auf 6.277 Punkte wenig verändert. Außerhalb des Euroraums gewann der Schweizer SMI 0,06 Prozent auf 14.245 Punkte und der britische FTSE-100 stieg um 0,1 Prozent auf 10.502 Zähler. Der deutsche Leitindex DAX legte um 0,11 Prozent auf 25.094,93 Einheiten zu. "Schnäppchenjäger haben den DAX zurück über die Marke von 25.000 Punkten gekauft", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Käufer blenden die potenziellen Folgen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten vorerst aus."

Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden angegriffen, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren, hieß es. Es war die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht auf Mittwoch wieder aufgeflammt waren. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Angriffe für beendet.

Schwächster Sektor war der Stoxx Europe 600 Technology. Erneut standen vor allem die stark gelaufenen Halbleiteraktien unter Druck. Infineon und ASML sanken jeweils um etwas mehr als ein Prozent, STMicro gaben in Paris um 0,9 Prozent nach. Im MDAX fielen Elmos ebenfalls um über ein Prozent.

Dagegen schaffte der Internetdienstleister Ionos ein Kursplus von 5,1 Prozent. Die Aktien bestätigten das schon bekannte Muster, dass Werte mit latenten KI-Verdrängungssorgen oft tendenziell von einer Schwäche von Chipwerten und anderen KI-Boomern profitieren. Hinzu kam eine "Buy"-Einstufung durch die Bank of America. Ionos sei ein One-Shop-Stop der europäischen Digitalisierung für kleine und mittelständische Unternehmen, schrieben die Analysten.

Angesichts steigender Ölpreise zählte der Öl- und Gassektor gemessen am Stoxx-Europe-600-Oil& Gas dagegen zu den gefragtesten in Europa. Eni und Totalenergies gehörten im Euro-Stoxx mit jeweils etwas mehr als eineinhalb Prozent Plus zu den Favoriten. In London gewannen BP 2,0 Prozent und Shell 0,7 Prozent.

DocMorris sprangen in Zürich nach einen positiven Analystenkommentar um 11,3 Prozent hoch. Jan Koch von Deutsche Bank Research verdoppelte das Kursziel der Aktie der Versand-Apotheke und sprach nun eine Kaufempfehlung aus. Die Ergebnisse des zweiten Quartals dürften positiv überraschen, erwartet er. Koch sieht auch Potenzial für eine Anhebung der Jahresprognosen. Das Risiko einer Kapitalmaßnahme sei zudem gesunken und die Anleger richteten ihren Fokus zunehmend auf das Gewinnwachstum und die Verbesserungen beim Barmittelzufluss. Zudem werde das Potenzial des Online-Arzt-Service TeleClinic weiterhin unterschätzt.

Für das Papier von Akzo Nobel ging es in Amsterdam um 2,0 Prozent hoch. Eine Übernahmeofferte für die Decorfarben-Sparte trieb die Aktie des Farben- und Lackherstellers an. Der Verwaltungsrat lehnte den Verkauf der Sparte für 7,5 Milliarden Euro an Nippon Paint jedoch ab. Analyst James Hooper von Bernstein hält einen Verkauf angesichts der laufenden Fusion mit dem US-Autolackhersteller Axalta zwar für strategisch sinnvoll, da es mit Axalta vor allem in den Bereichen Beschichtungen und Konzernfunktionen Synergien für Akzo gebe. Der gebotene Preis sei jedoch zu gering, konstatierte er.

Unter Druck standen Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche: Der Reisekonzern TUI und die Lufthansa belegten mit Kursabschlägen von 0,8 und 2,1 Prozent hintere Plätze.

Dagegen stemmte sich Fraport mit plus 2,5 Prozent gegen den Sektortrend. Der Flughafenbetreiber legte zwar schwache Verkehrsdaten für den Juni vor und senkte seine Jahresprognose für das Passagieraufkommen. Die US-Bank JPMorgan betonte indes die Bestätigung der übrigen Ziele. Zudem stufte die französische Bank Exane BNP Paribas die Aktien hoch.

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