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Oftmals angekündigt, ist der Deal zwischen den Kriegsparteien jetzt endlich Fakt: Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei finalisiert. Es umfasse ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten, eingeschlossen dem Libanon. Marktbeobachter verwiesen zwar weiter auf Restzweifel, aber Anleger nehmen die Absichten gerne zur Kenntnis.
Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz soll laut US-Angaben aufgrund notwendiger Minenräumung erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Die Ölpreise sinken um etwa fünf Prozent und sorgen für weiter abnehmenden Inflationsdruck. Dies könnte vor den Zinsentscheiden, die in dieser Woche in den USA, Japan, Großbritannien und der Schweiz anstehen, perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern.
"Trotz dieser zweifelsohne guten Nachrichten bleiben einige Unwägbarkeiten und offene Fragen", schrieb der Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler. Die Anleger nehmen die Absichten aber gerne zur Kenntnis, denn deutlich nachgebende Ölpreise dämpften die Konjunktur- und Inflationssorgen. Gut für die Stimmung war am Freitag in New York auch der Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX verlaufen.
Gefragt waren vor allem Titel aus dem Reise- und Luftfahrtsektor: Die Papiere von TUI, Fraport und der Lufthansa konnten Kursgewinne zwischen 4,9 und 8,0 Prozent vorweisen. Gut gesucht zeigten sich auch einige Techwerte und Bankentitel. So zogen SAP um gut vier Prozent an und BBVA legten um 5,5 Prozent zu.
Der mögliche Frieden im Iran sorgt bei Öl-und Rüstungswerten hingegen für einen Dämpfer. TotalEnergies büßten im Frühhandel 5,5 Prozent an Wert ein und Eni lagen 4,7 Prozent im Minus.
Aktien von Rheinmetall notierten 0,3 Prozent befestigt. Bei dem DAX-Unternehmen gibt es Bedenken, dass Frankreich nach dem Aus für ein gemeinsames Kampfflugzeug beim geplanten Panzerprojekt MGCS aussteigen könnte. "Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger der "Welt am Sonntag".
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA