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Klar aufwärts ging es hingegen für Aktien aus dem Technologiebereich. Hier hatte die Nasdaq positive Vorgaben geliefert und das Schwergewicht ASML lieferte erfreuliche Nachrichten. Angetrieben von der hohen Nachfrage nach KI-Chips hat der Chipausrüster ASML im zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen und seine Jahresziele erneut angehoben. Der Umsatz erreichte 9,3 Milliarden Euro und der Nettogewinn 2,9 Milliarden, wie der niederländische Konzern mitteilte. Die ASML-Papiere zogen um 4,5 Prozent hoch.
Überraschend starke Umsatzzahlen von Richemont im ersten Geschäftsquartal 2026/27 haben die Aktie des Schweizer Schmuck- und Uhrenherstellers auf ein Rekordhoch geschickt. Zudem profitierten von den erfreulichen Zahlen auch die Branchenkollegen in Europa. Am Markt hieß es unisono, dass Richemont die Erwartungen der Analysten beeindruckend geschlagen habe.
Am Vormittag legte das Papier von Richemont als Spitzenwert im Leitindex SMI um 6,4 Prozent auf 195 Schweizer Franken zu und übertraf damit seine bisherige Bestmarke von etwas über 190 Franken, die Ende Juni erreicht worden war.
Im kaum veränderten Euro-Stoxx-50 wurden LVMH und Hermes von der starken Umsatzentwicklung bei Richemont mitgezogen und zählten dort zu den Spitzenwerten. LVMH gewannen 2,5 Prozent und Hermes stiegen um 2,2 Prozent. Kering legten in Paris um 3,3 Prozent zu und Burberry gewannen in London 2,8 Prozent.
Die deutlichsten Abschläge gab es hingegen im Chemiebereich zu sehen. Hier verbilligte sich die BASF-Aktie um 1,9 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für BASF auf "Underweight" belassen.
Aktien von DocMorris kletterten um fast acht Prozent nach oben. Die Aktie der Online-Apotheke setzte damit ihren Höhenflug fort und markierte neue Jahreshochs. Der Kurs steuert im Vergleich zu den Jahrestiefs im März auf eine Verdreifachung zu. Aktien des Konkurrenten Redcare Pharmacy waren mit 4,6 Prozent Aufschlag ebenfalls gefragt.
DocMorris hatte mit dem starken Wachstum im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten die Erwartungen übertroffen. Analysten sehen das Unternehmen nun auf Kurs, operativ die Gewinnschwelle zu erreichen. Vor allem das kräftige Wachstum im deutschen Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten kam gut an. Dieses habe sich gegenüber dem ersten Quartal nochmals deutlich beschleunigt und sei der Hauptgrund dafür, dass DocMorris beim Umsatz die Erwartungen übertroffen habe.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON