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Im Fokus stehen weiterhin die Nachrichten aus dem Nahen Osten. Trotz der anhaltenden gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran gingen die Märkte weiterhin von einer "nur kurzen Eskalationswelle" und der baldigen Wiederaufnahme von Verhandlungen aus.
In einer Branchenbetrachtung präsentierten sich Ölwerte als schwächster Sektor. Hier drückte der rückläufige Rohölpreis auf die Aktienkurse. Die Aktien von TotalEnergies schwächten sich um zwei Prozent ab.
Im Technologiebereich gewannen ASML 1,1 Prozent auf 1.567 Euro. Die Aktie des Techschwergewichtes wurde nach den jüngsten Quartalszahlen von mehreren positiveren Analysteneinschätzungen unterstützt. Deutsche Bank Research etwa hat das Kursziel für die Papiere von 1.800 auf 2.150 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Quartalszahlen und Prognosen des Chipindustrieausrüsters hätten nun endlich gezeigt, dass die Bruttomarge durchaus Luft nach oben habe, schrieb der zuständige Experte.
Aktien von ABB sanken um 3,1 Prozent. Die in der Früh vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal hatten zwar insbesondere beim Auftragseingang die Erwartungen übertroffen. Allerdings belastete die gleichzeitig angekündigte Übernahme von Rotork in Großbritannien. Einige Analysten bezeichneten sie als teuer. Der Industriekonzern bietet dafür rund 5,5 Milliarden Dollar für den Automatisierungsspezialisten.
Der deutsche Lieferdienst-Konzern Delivery Hero schlüpft nach jahrelangen Verlusten unter das Dach des US-Konzerns Uber. Der Fahrdienstvermittler und Lieferdienst aus den Vereinigten Staaten hat sich einen Großteil der Delivery-Hero-Anteile gesichert und will sich in einem Milliardendeal auch den Rest einverleiben. An der Börse wurden die Neuigkeiten jedoch mit leichten Kursverlusten quittiert. Die Delivery-Hero-Aktie verlor 0,9 Prozent auf 37,83 Euro und entfernte sich damit weiter von dem Preis von 41,50 Euro, den Uber für jedes Papier bietet. Die Offerte des US-Konzerns bewertet Delivery Hero insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro.
Die Aktien von Nordea legten nach Zahlen zum zweiten Quartal leicht um 0,4 Prozent zu. Die Analysten von Barclays hatten an den Ergebnissen zwar nichts auszusetzen, fanden aber auch keine großen Neuigkeiten. Zudem habe es keine weiteren Informationen zu dem laufenden Aktienrückkaufprogramm gegeben, was enttäuschend sei. Derzeit gebe es aussichtsreichere Titel unter den europäischen Banken.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON