Europas Leitbörsen im Minus - Euro-Stoxx-50 verliert 0,31 %

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Aktien von ABB sinken nach Zahlen mehr als drei Prozent
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Die europäischen Börsen haben am Donnerstag im Minusbereich tendiert. "Anleger befinden sich weiter auf der Suche nach dem entscheidenden Kompass", stellte Timo Emden von Emden Research fest.

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"Zwischen der Hoffnung auf Entspannung und der Sorge vor einer weiteren militärischen Eskalation im Nahen Osten liefern sich Optimisten und Pessimisten ein Tauziehen." Der Blick richte sich angesichts der Berichtssaison zunehmend auf die Frage, wie gut die Unternehmen mit den aktuellen Herausforderungen umgehen.

Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 sank gegen Mittag um 0,31 Prozent auf 6.245,97 Punkte. In Frankfurt fiel der DAX um 0,54 Prozent auf 24.863,74 Punkte. Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer SMI um 0,86 Prozent auf 14.183,75 Punkte nach, während der britische FTSE-100 um 0,38 Prozent auf 10.476,12 Zähler nachgab.

Die Einzelsektoren neigten überwiegend zur Schwäche, wobei die Veränderungen zumeist überschaubar blieben. Stärker waren die Reaktionen auf Unternehmensnachrichten.

Die Aktien von ABB sanken um 3,4 Prozent. Die in der Früh vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal hatten zwar insbesondere beim Auftragseingang die Erwartungen übertroffen. Allerdings belastete die gleichzeitig angekündigte Übernahme der britischen Rotork. Der Schweizer Industriekonzern bietet rund 5,5 Milliarden Dollar für den Automatisierungsspezialisten, was die Experten der ZKB als "stolz" bezeichneten. Dies spiegelte sich auch im Kurs von Rotork wider. Dieser schnellte um 66 Prozent nach oben.

ASML zogen um ein halbes Prozent an. Tags zuvor hatten die Papiere nach zunächst hohen Gewinnen im Minus geschlossen. So ging zuletzt schon vielen gut gelaufenen KI-Aktien ein Stück weit die Luft aus. Nun am Donnerstag halfen auch starke Geschäftszahlen und höhere Investitionsziele des taiwanesischen Halbleiterkonzerns TSMC kaum.

Verhaltener war die Reaktion der Aktien von Nordea auf die Zahlen zum zweiten Quartal. Die Analysten von Barclays hatten an diesen zwar nichts auszusetzen, fanden aber auch keine großen Neuigkeiten. Die Aktie lag nach anfänglich stärkeren Abgaben zuletzt minimal im Plus.

Die nun offiziell vorliegende Übernahmeofferte von Uber gab Delivery Hero kaum Impulse: Mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 38,42 Euro blieben die Titel des Essenslieferdienstes deutlich unter den vom US-Fahrdienstvermittler gebotenen 41,50 Euro je Aktie. Analysten zufolge begrenzen die zu erwartende, langwierige Prüfung der Wettbewerbsbehörden sowie die fehlende Fantasie für Gegengebote das weitere Kurspotenzial. Seit Jahresbeginn haben die Aktien bereits um 69 Prozent zugelegt.

Die Cewe-Titel verteuerten sich um 1,4 Prozent. Der Fotodienstleister will mit der Übernahme des Sofortfoto-Geschäfts von Kodak Alaris sein Kerngeschäft Fotofinishing und seine internationale Präsenz im Handel ausbauen.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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