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Bei den wichtigsten US-Indizes ging es am Mittwoch nach dem europäischen Handelsende noch auf neue Tagestiefs. Umso besser sind allerdings die Vorgaben aus Asien. Hier zogen Halbleiterwerte wieder stark an und trieben den japanischen Nikkei-225 sowie den südkoreanischen Kospi wieder auf ihre jüngsten Rekorde zu. Die Highflyer Kioxia und SK Hynix planen auch ein US-Listing, was gut ankam.
Aktien aus dem Tech-Sektor zeigten sich auch in Europa gefragt. So zogen Infineon um gut fünf Prozent an und ASML Holding legten um 4,5 Prozent zu.
Zudem sinken die Ölpreise weiter. Am Vortag hatten sie ihren zwischenzeitlich immensen Anstieg seit März im Zuge des Nahost-Kriegs wieder komplett abgegeben. Datenseitig richtet sich der Blick der Investoren vor allem auf die USA. Dort stehen heute zahlreiche Daten zur Veröffentlichung an.
Die Kauflaune in Deutschland bleibt in Zeiten internationaler Krisen und schwacher Konjunktur auf niedrigem Niveau, wurde bereits bekannt. Für den Juli prognostizieren die Konsumforschungsinstitute GfK und NIM nur eine geringfügige Aufwärtsbewegung. Die Einkommenserwartungen, die bereits im vergangenen Monat angestiegen waren, legten erneut leicht zu. Laut einer Studie der Konsumforschungsinstitute ist der Indikator für das Konsumklima insgesamt im Juli auf minus 29,2 Punkte gestiegen, von zuvor revidiert minus 29,7 Punkten. Analysten hatten mit einer stärkeren Erholung der Konsumlaune gerechnet und waren im Schnitt von einem Wert von minus 28,0 Punkten ausgegangen.
Der Modekonzern H&M hat auch im zweiten Geschäftsquartal das schwache Konsumklima zu spüren bekommen. In den drei Monaten bis Ende Mai sank der Umsatz um 3 Prozent auf 54,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 4,95 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem geringeren Rückgang der Erlöse gerechnet. Belastet wurde das Geschäft erneut auch von negativen Währungseffekten. Die Gewinnentwicklung der Schweden enttäuschte ebenfalls. Die Aktie reagierte zuletzt mit einem Minus von rund 2,5 Prozent auf die Zahlenvorlage.
Die britische Billigfluglinie Easyjet (Aktie plus fünf Prozent auf 566,87 Pence) lehnt eine mögliche Übernahme des US-Investors Castlelake weiter ab. Auch ein viertes unverbindliches Angebot über nun 6,50 britische Pfund wies sie zurück. Zuletzt hatten die Amerikaner 6,25 Pfund je Aktie geboten. Castlelake habe jedoch seiner Hoffnung Ausdruck gegeben, das Angebot weiter erhöhen zu können, wenn der Investor einen begrenzten Zugang zu finanziellen Informationen erhalte.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON