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Vor dem Hintergrund der jüngsten Korrektur, die am Vortag im Technologiesektor eingesetzt hatte, warten die Anleger auf die nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Micron. Am Vortag waren sie nervös geworden ob der enorm hohen Erwartungen, die als eingepreist gelten. Die Commerzbank sprach von "Zweifeln an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Aktienrally".
Eine Branchenbetrachtung präsentierte Konsumgüterhersteller und Nahrungsmittelkonzern in der Gunst der Anleger am weitesten oben. Medienwerte wurden hingegen am deutlichsten gemieden.
Die Rheinmetall-Aktien brachen am Euro-Stoxx-50-Ende um 14 Prozent ein, weil ein Großauftrag der deutschen Bundeswehr für neue Fregatten laut Medienberichten zugunsten des Schiffsbauers TKMS umgeleitet wird. Analyst David Perry von JPMorgan sieht darin einen größeren Rückschlag für den Rüstungskonzern. Vom Rekordhoch im vergangenen Oktober hat sich der Kurs jetzt halbiert.
Die Aktien von MTU haben ihre Erholungsrally um fast drei Prozent ausgebaut. Analyst David Perry von JPMorgan sieht die Aussichten des Triebwerkbauers an vielen Fronten verbessert. Für die Aktien sieht er binnen achtzehn Monaten ein Potenzial von etwa 40 Prozent.
Die Aktien von Puma haben sich wieder etwas vom schwachen Vortag erholt. Mit etwa 3,9 Prozent Kursplus auf 27,15 Euro kehrten sie prompt über die tags zuvor gerissene 50-Tage-Linie zurück. Da hatte sich Bernstein-Analyst William Woods skeptisch hinsichtlich der Umsatzentwicklung im zweiten Quartal geäußert.
Inzwischen sorgten die Experten von Goldman Sachs und der Deutschen Bank wieder für etwas mehr Optimismus. Richard Edwards von Goldman rechnet im zweiten Halbjahr mit einer stärkeren Umsatzdynamik als im ersten. Und Adam Cochrane von der Deutschen Bank geht davon aus, dass sich im zweiten Quartal nach den unerwartet guten ersten drei Monaten weitere Anzeichen des Marken-Turnarounds zeigen.
AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS