Europas Leitbörsen im Frühhandel belastet

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Tourismus- und Luftfahrtbranchen starten mit Verlusten
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt hat die meisten europäischen Börsen zunächst belastet. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 fiel am Montag kurz nach Handelsstart um 0,2 Prozent auf 6.258,27 Punkte. Der DAX bleib fast unverändert bei 25.077,20 Zählern. Der britische FTSE-100 verlor 0,1 Prozent auf 10.484,03 Einheiten.

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Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz zu erschweren, hieß es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht auf Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet.

"Die Ölpreise steigen und die Aktienkurse fallen, nachdem die Anleger einmal mehr über die Verwerfungslinie der Straße von Hormuz gestolpert sind", kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes. "Der Iran sagt, sie ist geschlossen. Die USA sagen, der Schiffsverkehr fließt. Beide Aussagen sind technisch vertretbar. Ein labiles Gleichgewicht, das für Unbehagen sorgt."

Relativ deutlich reagierten Werte aus den Tourismus- und Luftfahrtbranchen auf die Neuigkeiten aus dem Nahen Osten. Titel von TUI, Lufthansa oder Airbus verloren zwischen 0,9 und 2,5 Prozent.

Die Aktien von Fraport fanden im Frühhandel nach schwächerem Start schnell den Weg ins Plus. Nach zeitweise 70,40 Euro gerieten sie jedoch im Bereich der 50-Tage-Linie wieder ins Stocken. Zuletzt kosteten sie mit 69,85 Euro noch 0,7 Prozent mehr als am Freitag. Dabei war mit weiteren Angriffswellen der USA gegen den Iran, stark gestiegenen Ölpreisen und der Senkung der Prognose für das Passagieraufkommen in Frankfurt einiges auf die Anleger eingeprasselt. Aber etwas Balsam verteilte die Investmentbank Exane BNP Paribas mit ihrer Empfehlung der Papiere. Analyst Dario Maglione setzt darauf, dass der Flughafenbetreiber nach dem nahen Ende einer jahrelangen heftigen Investitionsphase wieder voll durchstarten und den Anlegern eine kraftvolle Cashflow-Story bieten kann.

Die Aktien von Hellofresh gaben am Vormittag knapp 0,5 Prozent auf 3,69 Euro nach. Analyst Sven Sauer von Kepler Cheuvreux senkte sein Kursziel um einen Euro auf 3,50 Euro und stufte die Papiere auf "Reduce" ab. Sauer begründete dies mit erneut gesenkten Prognosen bis 2028, aber vor allem in geringerem Vertrauen in das Timing des Umsatz-Turnarounds. Das erste Quartal sei schon schwach gewesen und das zweite dürfte währungsbereinigt noch mieser gewesen sein, so der Experte. Die Verbraucherstimmung bleibe schwach und die Konkurrenz im Bereich Fertigmenüs werde härter. Die Markterwartungen an eine Erholung erscheinen ihm zu optimistisch.

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