Europas Leitbörsen großteils im Plus - Iran weiter im Fokus

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Halbleiterwerte gut gesucht
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Europas Börsen sind am Donnerstag großteils im Plus in den Handel gestartet und konnten sich nach ihren Vortagesverlusten vorerst stabilisieren. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,58 Prozent auf 6.240,68 Punkte. Der deutsche DAX befestigte sich um 0,16 Prozent auf 24.937,71 Zähler. Der britische FTSE ermäßigte sich hingegen um 0,48 Prozent auf 10.438,49 Punkte. Am Vortag hatten die jüngste Eskalation im Nahost-Konflikt und der dadurch ausgelöste Ölpreisanstieg die Börsen belastet.

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Auch in Asien stabilisierten sich die Aktienmärkte. Der südkoreanische Aktienindex Kospi, der besonders stark unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten hatte und nun zurück ist auf Mai-Niveau, gelang am Ende des Handelstages der Dreh ins Plus. Davon profitierten auch in Europa die Aktien mit KI-Fantasie und fanden sich unter den größten Gewinnern.

Im Euro-Stoxx-50 lagen die Titel der Halbleiterkonzerne Infineon und ASML mit Gewinnen zwischen 2 und 3 Prozent weit oben. Aktien von Siltronic wurden durch eine Empfehlung von Exane BNP zusätzlich gestützt und gewannen 10,7 Prozent. Gesucht waren auch Siemens Energy mit einem Plus von 2,5 Prozent. Der Stromkonzern zählt Rechenzentren zu seinen wichtigsten Kunden und gilt daher als Profiteur des KI-Booms.

Unter Druck kamen am Vormittag die Aktien des Rüstungsriesens Rheinmetall und verloren 3,7 Prozent. Der Analyst Jens-Peter Rieck von MWB Research strich in der Früh nach dem NATO-Gipfel seine Kaufempfehlung für die Rheinmetall-Aktien. Die Verteidigungsallianz verlagere ihre Prioritäten und Ausgaben, schrieb er zur Begründung. Traditionelle Landstreitkräfte seien immer noch wichtig, aber die Mittel flössen vor allem in mehrschichtige Luftverteidigung, weitreichende Waffen, Drohnen und Überwachung.

Aufmerksam verfolgt werden an den Märkten nun weiter alle Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt. Die Signale bleiben zwiespältig: Einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits will der Iran laut US-Präsident Donald Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA.

Impulse für die Börsen könnten auch die am Nachmittag anstehenden US-Daten bringen. Erwartet werden die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser. Die Daten zu den Eigenheimverkäufen und hier insbesondere die Preisentwicklung könnten Rückschlüsse auf die Konsumneigung der US-Verbraucher liefern, schreiben die Analysten der Helaba.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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