Europas Leitbörsen gehen überwiegend höher aus dem Handel

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ASML mit satten Zuwächsen
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Europas Börsen sind am Donnerstag überwiegend höher aus dem Handel gegangen. Derzeit bleiben die Entwicklungen im Nahost-Konflikt im Fokus der Investoren. Einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits will der Iran laut US-Präsident Donald Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,28 Prozent auf 6.284,27 Punkte.

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Der deutsche DAX hielt mit einem Plus von 0,89 Prozent bei 25.118,27 Zählern. Der britische FTSE-100 verlor hingegen 0,16 Prozent auf 10.472,45 Punkte.

Nach den jüngsten Luftangriffen der USA wächst die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die USA bombardierten nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Die Revolutionsgarden, Irans einflussreiche Militärorganisation, reagierten erneut mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain.

Allerdings erklärte US-Präsident Donald Trump nach seiner Rückkehr vom NATO-Gipfel, der Iran habe Kontakt aufgenommen und wolle "unbedingt ein Abkommen schließen". Der Iran hat sich jedoch noch nicht zu neuen Gesprächen geäußert.

Branchenseitig zeigten sich Aktien aus dem Technologiesektor angesichts der Erholung im KI-Bereich gefragt. Aktien von ASML stiegen um fast fünf Prozent. Infineon legten 4,3 Prozent zu. Die Titel von Siltronic wurden durch eine Empfehlung von Exane BNP zusätzlich gestützt und gewannen 13,4 Prozent. Gesucht waren auch Siemens Energy mit einem Plus von 2,8 Prozent. Der Stromkonzern zählt Rechenzentren zu seinen wichtigsten Kunden und gilt daher als Profiteur des KI-Booms.

Fest zeigten sich im Sektorvergleich auch Aktien aus dem Rohstoff- und Bankenbereich. Am Ende des Feldes bewegten sich unterdessen die am Vortag starken defensiven Titel, allen voran die Pharmaaktien. Hier belastete auch der Einbruch von Astrazeneca, die um über sechs Prozent nachgaben. Der Rücksetzer erfolgte auf enttäuschende Studiendaten in einer Phase-III-Studie.

Mit Blick auf weitere Einzelwerte zählten Wolters Kluwer mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 59,92 Euro. Die US-Bank JPMorgan hat ihr Kursziel für die Aktien des niederländischen Unternehmens von 73 auf 87 Euro angehoben und die Empfehlung auf "Overweight" hochgestuft.

Unter Druck kamen am Donnerstag auch die Aktien des Rüstungsriesens Rheinmetall und verloren 4,3 Prozent. Der Analyst Jens-Peter Rieck von MWB Research strich in der Früh nach dem NATO-Gipfel seine Kaufempfehlung für die Rheinmetall-Aktien. Die Verteidigungsallianz verlagere ihre Prioritäten und Ausgaben, schrieb er zur Begründung. Traditionelle Landstreitkräfte seien immer noch wichtig, aber die Mittel flössen vor allem in mehrschichtige Luftverteidigung, weitreichende Waffen, Drohnen und Überwachung.

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