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Die Vortagserholung im Technologiesektor, die von gefeierten Resultaten des US-Konzerns Micron getrieben war, erweist sich zunächst als Strohfeuer. In Asien hatten die Anleger direkt wieder Gewinne mitgenommen. Dies zeigte sich besonders stark im japanischen Nikkei und dem südkoreanischen Kospi. An der US-Börse Nasdaq liegen die Indikationen auch in der Verlustzone.
Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."
Folglich belegten im Euro-Stoxx jene Aktien die unteren Plätze, die zu den Profiteuren des KI-Booms zählen. Infineon und Siemens Energy büßten jeweils gut drei Prozent ein.
Weitere Abgaben verbuchten inzwischen die Öl- und Rohstoffwerte, während Anleger eher zu defensiveren Aktien tendierten. Zuwächse verzeichneten etwa Titel aus den Bereichen Versorger und Basiskonsumgüter.
Im deutschen DAX erwischte es die Zalando-Aktien wegen regulatorischer Ermittlungen etwas deutlicher, sie rutschten um 6,4 Prozent hinab. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei dem Modehändler eine Prüfung des Konzernabschlusses eingeleitet wegen Anhaltspunkten, dass gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen wurde.