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In der Nacht attackierten sich die USA und Iran erneut gegenseitig. Washington verlegt zudem US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Iran auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormuz zu unterbinden, bombardierte das US-Militär inzwischen in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet.
Der mit dem Krieg einhergehende Ölpreisanstieg schürt weiterhin Inflationssorgen. Zuletzt fielen die Ölpreise aber wieder ein wenig. Denn: Der Iran erhielt angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Die USA seien weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit, betonte US-Außenminister Marco Rubio.
Im Ölsektor gab es zunächst die größten Gewinne. Auch Banken zeigten sich fest. BNP Paribas waren mit einem Plus von über einem Prozent unter den besten Werten im EuroStoxx. Die Analysten von Jefferies sind optimistisch mit Blick auf die Zahlen der Franzosen für das zweite Quartal.
Schwach waren angesichts der weiter angespannten Lage im Nahen Osten Reise- und Freizeitwerte. Die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa verloren 1,89 Prozent.
Außerdem enttäuschte Ryanair mit Quartalszahlen. Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs sorgte bei den Iren für einen noch stärkeren Gewinneinbruch als am Markt bereits befürchtet. Um die verunsicherte Kundschaft zu ködern, hätten die Iren ihre Tickets zudem günstiger verkauft, als er erwartet habe, schrieb Analyst Conor Dwyer von der US-Bank Citigroup. Die Ryanair-Papiere sackten in Dublin um 5,44 Prozent ab.
Die Aktien von Salzgitter setzten ihre Freitagserholung mit einem Gewinn von 2,62 Prozent fort. Zum Wochenschluss hatte ein kurz vor Handelsschluss veröffentlichter, optimistischerer Geschäftsausblick den Papieren kräftigen Rückenwind verliehen.