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Der Euro-Stoxx-50 gewann in der ersten Handelsstunde 0,55 Prozent auf 6.042,84 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX nahezu unverändert bei 24.190,38 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,61 Prozent auf 10.316,93 Einheiten.
Die USA und der Iran haben sich in der zweiten Nacht in Folge heftig gegenseitig beschossen. Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners glaubt aber kaum jemand an eine langfristige erneute Eskalation. "Alle gehen davon aus, dass sich Donald Trump während der heute beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft als Friedenspräsident inszenieren will", kommentierte der Experte in der Früh.
Am Donnerstag wird nun fest damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) wegen der Folgen des Iran-Kriegs ihren Leitzins am Nachmittag um 0,25 Prozentpunkte anhebt. Auch eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gilt unter Experten bereits weitgehend eingepreist. Der Anlegerfokus werde darauf liegen, welche Signale hinsichtlich künftiger geldpolitischer Schritte gegeben werden, bemerkte Ökonom Arnaud Mares von der Citigroup.
Gefragt waren in der Früh Öl- und Rohstoffwerte sowie Titel aus dem Bankensektor. Mit den größten Abschlägen wurden dagegen Telekom- und Medienwerte gehandelt.
Gegensätzliche Kursbewegungen gab es im Technologiebereich. Während Halbleiterwerte gesucht waren, schwächelten die Softwareaktien. SAP etwa büßten gut vier Prozent ein. Letztere wurden von der Aussicht auf einen erneuten Kursrutsch beim US-Konzern Oracle belastet. In ersten Reaktionen wurden die Resultate von Oracle zwar gelobt, laut einem Händler trübten die für 2027 angepeilten Investitionen in Datencenter und Cashflow-Belastungen jedoch das Bild. Bedeutend für Firmensoftware-Anbieter wie SAP sei auch, dass sich der Umsatz der Amerikaner im Cloud-Softwarebereich (SaaS) verlangsamt habe.