Europas Börsen wenig verändert, Euro-Stoxx-50 plus 0,02%

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Technologie- und Reisewerte schwach - Ölwerte fester
 © APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND
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Der nach wie vor zugespitzte Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an Europas Börsen am Montag nicht sonderlich verunsichert. "Es ist die Wiederholung des bekannten und bereits mehrfach durchlebten Eskalationsszenarios", erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Gelassenheit an den Aktienmärkten. Allerdings ziehe der Ölpreis wieder an, was neue Angst vor einer nächsten Inflationswelle schüren könne.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 schloss mit plus 0,02 Prozent auf 6.271 Punkte wenig verändert. Der deutsche Leitindex DAX legte um 0,19 Prozent auf 25.114 Einheiten zu. "Schnäppchenjäger haben den DAX zurück über die Marke von 25.000 Punkten gekauft", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Käufer blenden die potenziellen Folgen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten vorerst aus." Außerhalb des Euroraums zeigte sich der britische FTSE-100 mit plus 0,01 Prozent auf 10.498 Zählern kaum bewegt.

Bereits zum vierten Mal in weniger als einer Woche griff das US-Militär den Iran an. Die in dem Land mächtigen Revolutionsgarden reagierten erneut mit Vergeltungsangriffen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sowie auf das gut 1.000 Kilometer entfernte Jordanien. Ob es einen diplomatischen Ausweg gibt oder wie eine Rückkehr zur Waffenruhe gelingen soll, ist völlig unklar.

Unter den schwächsten Sektoren war der Stoxx Europe 600 Technology. Erneut standen vor allem die stark gelaufenen Halbleiteraktien unter Druck. Infineon und ASML sanken um 2,9 bzw. 1,8 Prozent, STMicro gaben in Paris um 0,8 Prozent nach.

Dagegen schaffte der Internetdienstleister Ionos ein Kursplus von acht Prozent. Die Aktien bestätigten das schon bekannte Muster, dass Werte mit latenten KI-Verdrängungssorgen oft tendenziell von einer Schwäche von Chipwerten und anderen KI-Boomern profitieren. Hinzu kam eine "Buy"-Einstufung durch die Bank of America. Ionos sei ein One-Shop-Stop der europäischen Digitalisierung für kleine und mittelständische Unternehmen, schrieben die Analysten.

Angesichts steigender Ölpreise zählte der Öl- und Gassektor gemessen am Stoxx-Europe-600-Oil& Gas dagegen zu den gefragtesten in Europa. Eni und Totalenergies gehörten im Euro-Stoxx mit mindestens drei Prozent Plus zu den Favoriten. In London gewannen BP 4,6 Prozent.

Unter Druck standen angesichts der Nachrichten aus Nahost Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche: Die Fluggesellschaft Lufthansa und der Reisekonzern Tui verbuchten Kursabschläge von 4,1 und 1,1 Prozent.

Dagegen stemmte sich Fraport mit plus 1,8 Prozent gegen den Sektortrend. Der Flughafenbetreiber legte zwar schwache Verkehrsdaten für den Juni vor und senkte seine Jahresprognose für das Passagieraufkommen. Die US-Bank JPMorgan betonte indes die Bestätigung der übrigen Ziele. Zudem stufte die französische Bank Exane BNP Paribas die Aktien hoch.

DocMorris sprangen in Zürich nach einen positiven Analystenkommentar um mehr als 17 Prozent hoch. Jan Koch von Deutsche Bank Research verdoppelte das Kursziel der Aktie der Versand-Apotheke und sprach nun eine Kaufempfehlung aus. Die Ergebnisse des zweiten Quartals dürften positiv überraschen, erwartet er. Koch sieht auch Potenzial für eine Anhebung der Jahresprognosen. Das Risiko einer Kapitalmaßnahme sei zudem gesunken und die Anleger richteten ihren Fokus zunehmend auf das Gewinnwachstum und die Verbesserungen beim Barmittelzufluss. Zudem werde das Potenzial des Online-Arzt-Service TeleClinic weiterhin unterschätzt.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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