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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 fiel zuletzt um 0,69 Prozent auf 6.228,00 Punkte. Der deutsche DAX verlor 0,56 Prozent auf 24.972,74 Zähler. Der britische FTSE ermäßigte sich um 0,47 Prozent auf 10.449,37 Punkte.
Gut gesucht waren angesichts der Ölpreisanstiege die Aktien von Ölkonzernen. So lagen TotalEnergies und ENI mit Kursgewinnen von jeweils rund 2 Prozent weit oben im Euro-Stoxx-50. Aktien des Ölriesen BP waren mit einem Kursplus von 2,8 Prozent die größten Gewinner im britischen FTSE.
Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche litten hingegen besonders deutlich unter der Entwicklung im Nahen Osten und dem Ölpreisanstieg. Aktien der Airlines Lufthansa und Ryanair sowie der British Airlines-Mutter IAG gaben zwischen 2 und 3 Prozent nach. Die Titel des Reiseveranstalters TUI büßten 2,3 Prozent ein. Im FTSE rutschten Intercontinental Hotels mit einem Minus von 3,6 Prozent ans untere Ende des FTSE.
Schwach zeigten sich im Frühhandel auch die Titel der Luxusgüterhersteller LVMH und Hermes mit Verlusten zwischen 2 und 3 Prozent. Die größten Verlierer im Euro-Stoxx-50 waren EssilorLuxotica mit einem Minus von 2,6 Prozent auf 165,05 Euro. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien des Optikkonzerns von 230 auf 200 Euro gesenkt und ihre Empfehlung von "Buy" auf "Neutral" revidiert.
Evotec-Aktien brachen nach Meldung von Ergebnissen um fast ein Drittel ein. Das deutsche Biotechunternehmen hat nach einem schwachen ersten Halbjahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 gesenkt. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr nun einen Umsatz von 570 bis 610 Mio. Euro statt der zuvor prognostizierten 700 bis 780 Mio.
Impulse für den Aktienhandel könnte am Nachmittag noch die Veröffentlichung von Daten zu den US-Großhandelspreisen bringen. "Bei diesen wirkt die zwischenzeitliche Entspannung am Persischen Golf deutlich entlastend", schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Die Entlastung an den Tankstellen dürfte auch den Verbraucherpreisindex nach unten drücken. Die Kerninflation bleibe aber weiter hoch, die Erwartung einer strafferen Geldpolitik scheine damit gerechtfertigt, so die Experten.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND