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Der Euro-Stoxx-50 gewann nach einem verhaltenen Handelsverlauf letztlich 0,15 Prozent auf 6.280,19 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,13 Prozent fester bei 25.147,03 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,30 Prozent auf 10.529,39 Einheiten. Ein leichtes Minus verzeichnete dagegen der Zürcher SMI.
Die Inflationsrate in den USA ist im Juni stärker gesunken als erwartet. Die Jahresrate fiel von 4,2 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang der Rate auf 3,8 Prozent gerechnet. "Auch wenn man einen einzelnen Bericht nicht überbewerten sollte, zeichnen die Juni-Daten ein recht günstiges Bild der Inflation", kommentierte Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank. "Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass die Inflation ihren Höhepunkt überschritten hat. Dies gilt auch für den unterliegenden Inflationstrend, den wir an der Kernrate messen."
Gut gesucht waren angesichts der Ölpreisanstiege die Aktien von Ölkonzernen. TotalEnergies und ENI schlossen mit Kursgewinnen von jeweils rund einem Prozent. Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche litten hingegen unter der Ölpreisentwicklung.
Deutlicher unter die Räder kamen Softwareaktien sowie Medienwerte. Hier verschreckte ein enttäuschendes Zahlenwerk von IBM die Anleger. Der US-Konzern verwies darauf, dass Kunden verstärkt in Server, Speichersysteme und Arbeitsspeicher investieren würden, was zu Lasten des Softwaregeschäfts geht. Während IBM in New York um rund ein Viertel einbrachen, fielen SAP-Aktien um 2,8 Prozent. In London büßten WPP drei Prozent ein.
Schwach zeigten sich auch die Titel der Luxusgüterhersteller LVMH und Hermes mit Verlusten von bis zu 1,7 Prozent. Verlierer waren auch EssilorLuxotica mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 165,15 Euro. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien des Optikkonzerns von 230 auf 200 Euro gesenkt und ihre Empfehlung von "Buy" auf "Neutral" revidiert.
Evotec-Aktien brachen nach Meldung von Ergebnissen um 24 Prozent ein. Das deutsche Biotechunternehmen hat nach einem schwachen ersten Halbjahr seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 gesenkt. Der Konzern erwartet für das laufende Jahr nun einen Umsatz von 570 bis 610 Mio. Euro statt der zuvor prognostizierten 700 bis 780 Mio.
Telekomwerte litten unter den Abgaben von Ericsson, die um zwölf Prozent einknickten. Der Netzwerkausrüster hatte im zweiten Quartal auch wegen gestiegener Kosten weniger verdient. Auch Nokia gaben etwas stärker nach.