Europas Börsen nach starken Vortagesgewinnen wenig bewegt

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Euro-Stoxx-50 unverändert
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag auf der Stelle getreten. Nachdem Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs am Vortag die Kurse deutlich nach oben getrieben hatten, kehrte nun wieder Zurückhaltung ein.

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Der Euro-Stoxx-50 zeigte sich zu Mittag prozentuell unverändert auf 6.027 Punkten. In Frankfurt fiel der DAX um 0,18 Prozent auf 24.872,01 Einheiten. Außerhalb der Eurozone tendierte der schweizerische SMI ebenfalls kaum bewegt. Der Aktienmarkt in London gab dagegen wegen der Verluste der Ölwerte um 0,71 Prozent auf 10.364,70 Punkte nach.

Die abwartende Haltung der Marktteilnehmer hatte gute Gründe. "Die Börse setzt auf einen zeitnahen Friedensdeal, doch nun steht die Hoffnung vor ihrer Bewährungsprobe", erläuterte Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. "Die Anleger erwarten nun Taten statt Worte und damit belastbare Fortschritte statt weiterer Ankündigungen." Solange die Gefahr neuer Eskalationen bestehe, dürfte die Nervosität hoch bleiben.

Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen zwar möglich. Zugleich aber drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, müsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren".

Die Entwicklung der Sektoren war ähnlich wie am Vortag. Gefragt waren zyklische Sektoren wie etwa Auto-, Reise- und Rohstoffwerte. Ölaktien rangierten dagegen am Ende des Feldes. Hier verloren Shell 2,2 Prozent. Der britischen Ölkonzern hatte im ersten Quartal zwar einen Gewinnsprung verzeichnet. Zugleich kürzte Shell-Chef Wael Sawan die Ausgaben für den Rückkauf eigener Aktien aber von 3,5 auf 3 Milliarden Dollar im Quartal.

Bei den ebenfalls schwächelnden Versicherern verloren Swiss Re vier Prozent. Der Rückversicherungskonzern hatte mit seinen Quartalszahlen zwar die Erwartungen beim Reingewinn deutlich übertroffen, aber beim Umsatz unter den Erwartungen gelegen.

Unter den steigenden Technologietiteln machte unterdessen ein Wert aus der zweiten Reihe auf sich aufmerksam. AMS Osram sprangen nach Quartalszahlen um fast 30 Prozent nach oben. Das österreichische Unternehmen hatte die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zudem wartete AMS Osram mit einer Ankündigung im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) auf und verwies dazu auf eine Entwicklungsvereinbarung mit einem nicht näher genannten Industriepartner für Rechenzentren. Zusätzlich gab es einen Auftrag für KI-gestützte Augmented-Reality-Smart-Glasses.

Der Mikrochiphersteller Silex Microsystems beeindruckte zudem mit einem fulminanten Börsenstart in Stockholm. Die Aktie sprang an ihrem ersten Handelstag am Vormittag zeitweise auf bis zu 210 schwedische Kronen - fast 160 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis von 81 Kronen. Zuletzt lag der Kurs bei 180 Kronen.

Der österreichische Technologiekonzern Kontron steht möglicherweise vor der Übernahme durch seinen größten Aktionär Ennoconn. Zugleich baut der Konzern 500 Arbeitsplätze in seiner Sparte Greentec ab, um die Kosten zu senken und seinen Gewinn nach oben zu treiben. Im ersten Quartal verzeichnete Kontron eine gedämpfte Umsatzentwicklung, und die Kosten des Stellenabbaus ließen den Gewinn sinken. Für die Aktie ging es 0,6 Prozent abwärts.

Der Konsumgüterkonzern Henkel ist zum Jahresstart operativ etwas stärker gewachsen als von Experten erwartet. Dazu hätten sowohl die Konsumentensparte rund um Shampoo und Waschmittel als auch das Klebstoffgeschäft mit steigenden Volumina und Preisen beigetragen. Die Henkel-Aktie stieg um sechs Prozent an die Spitze im DAX.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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