Europas Börsen im Plus, Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,18 %

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Aktien von Chipherstellern unter Druck
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Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag im Frühhandel trotz negativer Vorgaben vor allem aus Asien einheitlich im Plus präsentiert. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 legte 0,18 Prozent auf 6.294 Punkte zu. Für den deutschen Leitindex DAX ging es um 0,31 Prozent auf 25.117 Einheiten nach oben. Außerhalb der Eurozone gewann der Londoner FTSE-100 um 0,53 Prozent auf 10.534 Einheiten.

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In den USA werden ab morgen die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag (Samstag) im Mittelpunkt stehen, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. Die US-Märkte bleiben am Freitag daher geschlossen und deswegen werden bereits heute die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Diese gehören zu den "market movern" unter den Konjunkturdaten, hieß es weiter von den Experten.

Nach der Talfahrt der Aktien der Chiphersteller in Asien ging es auch in Europa mit den Technologiewerten mit Abstand am deutlichsten in die Verlustzone. Die Anteilsscheine von ASML, BE Semiconductor und ASM International rutschten jeweils um mindestens vier Prozent tiefer. Die Aktionäre von Infineon mussten einen Kursabschlag von 3,4 Prozent verbuchen.

Hintergrund für die Verkäufe in der Chip-Branche sind kolportierte Pläne des Technologiekonzerns Meta, ins Cloud-Infrastrukturgeschäft einzusteigen. Dabei könnte der Zugang zu überschüssiger KI-Rechenleistung und zu KI-Modellen an externe Kunden verkauft werden. "Metas Markteintritt in das KI-Cloud-Geschäft schürt Sorgen über eine Veränderung der Nachfragesituation im Halbleitersektor und drückt auf die Aktienkurse", schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets.

Am deutlichsten zulegen konnten im Sektorvergleich die Papiere von Stahlkonzernen. Hier verteuerten sich die Titel von ArcelorMittal um drei Prozent.

Bayer-Aktien kletterten erstmals seit fast drei Jahren wieder über die runde Marke von 50 Euro. Charttechnisch kommt das einem Ausbruch gleich. Die Bündelung des Glyphosat-Geschäfts in den USA in einem eigenständigen Unternehmen namens Ruveon neben einer neuen Kaufempfehlung der Deutschen Bank haben den Papieren des Pharma- und Chemiekonzerns kräftig Auftrieb gegeben. Zuletzt ging es um fünf Prozent auf 51,45 Euro nach oben.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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