Europabörsen schließen uneinheitlich, Tech-Werte unter Druck

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Samsung-Quartalszahlen lösen weltweit Gewinnmitnahmen bei KI-Werten aus
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Europas Börsen haben am Dienstag ohne klare Richtung geschlossen. Schwach zeigten sich europaweit vor allem Technologieaktien. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Minus von 1,22 Prozent und 6.319,86 Punkten. Der deutsche DAX verlor 1,37 Prozent auf 25.465,25 Zähler. Der britische FTSE, in dem Technologiewerte weniger stark gewichtet sind, befestigte sich um 0,13 Prozent auf 10.665,88 Punkte.

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Technologiewerte litten am Dienstag weltweit unter den schlecht aufgenommenen Quartalsergebnissen von Samsung. Die Zahlen waren zwar solide ausgefallen, führten aber angesichts der großen Erwartungshaltung dennoch zu Gewinnmitnahmen und unterstrichen damit die wachsende Skepsis der Anleger hinsichtlich des KI-Booms. Im Euro-Stoxx-50 fanden sich in Folge die Aktien der Halbleiterwerte Infineon und ASML mit Verlusten von gut 8 bzw. gut 7 Prozent unter den größten Verlierern.

Investoren stellten immer öfter die Frage, ob sich die steigenden Kapitalausgaben für Künstliche Intelligenz am Ende auszahlten, schrieb Analyst William Beavington von der US-Bank Jefferies. Das umso mehr, als die Investitionen zunehmend mittels Schulden finanziert würden.

Stark betroffen von der negativen Stimmung für KI-Werte waren auch Siemens Energy und lagen mit einem Minus von 8,9 Prozent am untersten Platz im Euro-Stoxx-50. Der Konzern zählt die Betreiber von KI-Rechenzentren zu seinen wichtigsten Kunden. Zur generell negativen Stimmung für Aktien mit KI-Fantasie kam noch eine Abstufung durch die Analysten von Barclays auf "Underweight".

Während Technologiewerte unter Druck standen, flossen Mittel in andere Sektoren. So waren defensive Branchen wie Pharma und Lebensmittel gefragt. Zu den europaweit stärksten Schwergewichten gehörten Carrefour mit einem Kursplus von 3,7 Prozent. Die Analysten der Bank RBC hatten die Aktie des Einzelhändlers unter die aussichtsreichsten europäischen Titel eingereiht.

Unter den ansonsten unspektakulären Ölwerten zogen Shell um 3,4 Prozent an. Sie reagierten damit auf einen Zwischenbericht. Dieser deutet nach Ansicht von Analystin Lydia Rainforth der Barclays Bank auf starke Ergebnisse für das zweite Quartal hin.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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