
von
Fachleute hatten nur einen Anstieg auf 50,3 Zähler erwartet. "Der Juli brachte eine erfreuliche Belebung der Wirtschaftstätigkeit in der Eurozone", sagte Chefökonom Chris Williamson von S&P Global Market Intelligence. "Doch angesichts des volatilen geopolitischen Umfelds bleibt abzuwarten, ob diese positiven Entwicklungen von Dauer sein werden."
Detailergebnissen der aktuellen S&P Global-Umfrage zufolge ging es vor allem beim Servicesektor im Juli stärker nach oben als erwartet. Das Barometer stieg von 49,4 Punkten auf 51,6 Zähler. Der Indikator für die Industrie erhöhte sich auf 52,0, nach 51,4 Punkten im Juni. "Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete den stärksten Wachstumsschub seit Anfang 2022, während der Servicesektor nach dreimonatigem Rückgang von einer kräftigen Erholung der Geschäftsaktivität profitierte", erklärte Williamson. In Deutschland kletterte der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - ebenso überraschend von 49,5 Zählern im Juni auf 51,2 Punkte.
"Ob sich all diese positiven Entwicklungen jedoch in den kommenden Monaten fortsetzen, hängt weitgehend von der Lage im Nahen Osten ab", warnte der Experte. Wegen gestiegener Ölpreise und Sorgen um den Schiffsverkehr bestehe die Gefahr, dass die Wirtschaft erneut in eine Schwächephase gerate. Dies gelte für den Fall, wenn "sich der Inflationsdruck wieder verstärkt und Lieferkettenstörungen - insbesondere im Energiebereich - den noch jungen Aufschwung ausbremsen".