Einbruch beim Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt

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Fed-Zinsspanne derzeit bei 3,5 bis 3,75 Prozent
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Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Juni massiv abgekühlt. Unter dem Strich wurden nur 57.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 110.000 erwartet. Im Mai waren nach revidierten Daten nur 129.000 Arbeitsplätze hinzugekommen. Ursprünglich war eine Zahl von 172.000 gemeldet worden.

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Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sank im Juni allerdings überraschend - und zwar auf 4,2 Prozent, nach 4,3 Prozent im Mai.

"Auch wenn im Juni die Anzahl der neu geschaffenen Stellen geringer ausfällt als erwartet und gleichzeitig auch der Vormonatswert um gut 40.000 Stellen nach unten revidiert, ändert dies nichts an der Tatsache, dass sich der US-Arbeitsmarkt seit März wieder im Aufschwung befindet", schrieb Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, in einem erster Reaktion zum frischen Datensatz. Die Zahl enttäusche deshalb nicht.

Hinsichtlich etwaiger Zinssenkungen sieht Gitzel diese im "Reich der Fabeln" angesiedelt, auch wenn die Inflationsrate im Juni wegen tieferen Ölpreisnotierungen niedriger ausfallen werde. "Ein gutlaufender Arbeitsmarkt könnte zu steigenden Löhnen führen und Zweitrundeneffekte aufgrund der höheren Energiepreise könnten ohnehin noch ins Haus stehen."

"Die Beschäftigungssituation in den USA darf sicherlich auch weiter nicht als wirklich schwach bezeichnet werden", kommentierte unterdessen Tobias Basse von der NordLB. "In der Summe werden die neuen Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten von den internationalen Finanzmärkten eher als Hinweis auf eine wohl weiter ziemlich vorsichtig agierende US-Notenbank Fed interpretiert."

Die Löhne sind im Juni indes wie erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legten sie um 0,3 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten dies im Schnitt erwartet. Im Vormonat hatte das Lohnplus ebenfalls bei 0,3 Prozent gelegen.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh sagte jüngst auf dem EZB-Forum in Sintra, die Inflationserwartungen und -gefahren hätten sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt. Zugleich bekräftigte er das Bekenntnis, die Teuerungsrate wieder auf das Zwei-Prozent-Ziel der Federal Reserve zu bringen. An den Terminmärkten wird damit gerechnet, dass die Fed den Leitzins im laufenden Jahr anheben wird.

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